Wer einen Menschen mit großer Liebe liebt, der liebt auch den, der diesen Menschen lieb hat, und den, der von ihm geliebt wird.
Geprüft wird die Liebe durch den Wettstreit mit dem eigenen Vorteil.
Weder bin ich mir bewußt, ein Liebender zu sein, noch weiß ich von Liebe, noch von mir selbst oder dem Geliebten.
Ein Mann sagte einmal zu Ibrahim ibn Adham: "Glücklich bist du, der du unverheiratet bist und dich ganz dem Dienste Gottes widmen kannst." Aber Ibrahim antwortete: "Die Unruhe und Sorge, die du für deine Familie hegst, ist besser als all meine Frömmigkeitsübungen."
Die Seele fragte: "Sag, wo bist du Herr, daß ich dich aufsuchen kann?" Und Gott antwortete: "Wenn du anfängst, mich zu suchen, bist du schon zu mir hingelangt."
Der Prophet besitzt eine besondere, das natürliche Maß übersteigende Eigentümlichkeit in seiner kombinierenden Phantasie. Wenn diese die Oberherrschaft gewinnt und erstarkt und von den Sinnen nicht in Anspruch genommen und abgelenkt wird, erschaut sie die wohlbewahrte Schicksalstafel und empfängt die Wesensformen der partikulären Dinge der Zukunft in sich eingeprägt. Den Propheten überkommt dieses Schauen im wachen Zustande, die übrigen Menschen im Schlafe.
Weite die Barmherzigkeit des Allerhöchsten und miß nicht die göttlichen Dinge mit den engen offiziellen Massen.
Das Geständnis der Ohnmacht, Gott in Wahrheit zu erkennen, ist die letzte Erkenntnis der Aufrichtigen.
In der Natur des Menschen wohnen vier Wesen zusammen: ein Hund, ein Schwein, ein Teufel und ein Engel. Alle Charaktereigenschaften entstehen aus jenen vier Gewaltigen.