Abū ʾl-Qāsim Firdausi

6 Sprüche

Ich war in einer Nacht, wie keine war. Da kamst du, mein geliebtes Angesicht. Du machtest solche Nacht zum lieben Tag. Du sangst Musik und schenktest hold mir ein und sprachst die Worte, die ich nie vergaß, von uranfänglich so geweihtem Hauch, daß diese arge Nacht verging wie Rauch.

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Zu sterben ist uns allen anbefohlen – Was ist dies Dasein als ein Atemholen?

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Der Weise wünscht, er wäre nie geboren, Ihn hätte nie im Erdenfrost gefroren Und niemals ihn die Glut der Welt versengt; Unheil nur wird durch die Geburt verhängt; Nur Wechsel herrscht und Trübsal hier auf Erden: Drum ist es besser, nicht gezeugt zu werden.

Schack (Hg.), Epische Dichtungen aus dem Persischen des Firdusi, 2 Bde., hg. von Adolph Friedrich von Schack 1853

Keines Arbeit gelte gering.

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So sind die Schicksalswege dieser rauhen Welt: Heute wirst du sanft in den Sattel gehoben, und morgen wird dir der Sattel auf die Schultern gelegt.

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Die Jugend kann auf spät're Zeit vertrau'n, Allein das weiße Haar wird nicht mehr braun; Stets enger wird der Platz, zu dem du eilst, Je länger du auf dieser Erde weilst.

Firdausi, Heldensagen, übersetzt von Adolf Friedrich von Schack 1865. I, 3. Seim und Tur senden eine Botschaft an Feridun