Um die Lippen aller Toten muß ein Lächeln spielen, ein wehes, mitleidiges Lächeln über all die Nichtigkeiten, mit denen die Lebenden die kurze Spanne Zeit, die ihnen noch gegeben ist, hastend ausfüllen. Wie erbärmlich erscheint vieles von dem, was uns leidenschaftlich bewegt – im Schatten des Grabes.
Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926