Aischylos

21 Sprüche

Kein Sterblicher fühlt an des Glückes Genuß sich gesättigt.

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Segelnd im Glücke zerschellt Menschengeschick an verborgener Klippe.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Schlechte Menschen sind ja im Glück unausstehlich.

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Wenn du glücklich bist, ertragen dich die anderen nicht.

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Nur die wenigsten vermögen es, ihrem besten Freund große Erfolge aufrichtig zu gönnen.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Nur wenigen Menschenherzen ist es eingepflanzt, den Freund, umlacht von Segen, ohne Neid zu schaun.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Denn zur Weisheit leitet uns Zeus und heiligt als Gesetz, daß in Leiden Lehre wohne.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Weisheit entsteht durch Leiden.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Ein weisheitsvolles Herz ist höchste Göttergabe.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Stark bindet Freundschaft, mächtig eint des Blutes Band.

Aischylos, Der gefesselte Prometheus, um 470 v. Chr

Die Zeit entsündigt alles, und sie selbst ergraut.

Aischylos, Die Eumeniden (Dritter Teil der Orestie), 458 v. Chr. V. 275

Selig preise nur den, der das Leben wonnenreich geschlossen hat.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Ruhmvoll zu sterben ist den Menschen doch ein Trost.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

O dieses Menschenleben! Wenn es glücklich ist, Ein Schatten kann es wandeln.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr. V. 1300f. Übersetzt von Johann Gustav Droysen, 1842

Die Ehe bindet Mann und Weib mit Götterband Und gilt, bewacht vom Rechte, mehr als Eidesschwur.

Aischylos, Die Eumeniden (Dritter Teil der Orestie), 458 v. Chr

Wer dem Alter erliegt, wem herbstlich die Stirn sich entlaubt hat, wankt dreifüßigen Gangs. (Am Stock)

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Es erfüllt sich des Schicksals Spruch, nicht Träne versöhnt, nicht Klagegeschrei, nicht Jammer den nie auslöschenden Zorn der beleidigten himmlischen Mächte!

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Eigen ist's den Menschen, den der fällt, noch ganz zu stürzen.

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So ist die Art der Menschen: wer gefallen ist, den treten sie.

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Denn es sei ja Brauch des Menschen, daß er Gefallene gern noch tiefer stößt.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Ein arglos weiser Sinn ist höchste Gottesgabe.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr