Sein ist eben »sein« und nicht »Sein«. Will man es nicht als Zeitwort gelten lassen, so muß man es unter die Ewigkeitsworte einreihen.
Verletze lieber den Freund durch Wahrheit, als die Freundschaft durch Lüge.
"Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens!" Und gegen Weisheit die Abgötter.
Zwischen Weisheit und Wissen klafft ein breiterer Abgrund als zwischen Religion und Kirche.
"Wer ist da in was getreten?" möchte man am liebsten fragen, wenn ›der Humor in seine Rechte getreten ist‹.
Taylorismus. Der vielgeschmähte Drill ist der Vater dieses Kindes der Wissenschaft.
Je mehr ein Gedanke sich ausbreiten soll, umso flacher muß er werden.
Ein guter Gedanke in schlechter Form? – Der muß gestohlen sein, denn denken heißt, eine Ahnung gestalten.
Religion ist die Kimm des Gedankenmeeres.
Religion: Suchen heißt finden, finden verlieren.
Zum Leben stärkt Klugheit, zum Sterben Weisheit.
Ehrfurcht vor Karl May! Das erzieht eine bessere Jugend als Kritik an Schiller.
Die Ehe ist für manch eine ein trauriges Erwachen. – Weil das Einschlafen so traurig ist.
Gott ist ein Suchen – finden ist ein Götze.
Glaubt Ihr, Gott lenke nur, wenn der Mensch denkt! – Da hätt' er ein Leben, wie der Herrgott in Frankreich.
Je größer der Mensch, desto größer sein Gott.
Durch einen Riß in der Seele kann der Teufel aus- und eingehen.
Bezwingen kann auch ein Talent, fesseln nur ein Charakter.
Das Talent kann es bis zum Künstler bringen, der Charakter zum Schöpfer werden.