Ich sah nur Glückliche und ihrer aller Glück hatte einen Knacks. … Ich hätte nie geglaubt, dass es so schwierig sei, einem Glücklichen zu begegnen.
Die Religion hat der Liebe einen großen Dienst erwiesen, indem sie sie zur Sünde erklärte.
Es ist mit der Liebe wie mit der Frömmigkeit. Sie kommt meist erst in späteren Jahren.
Die wahre Liebe bedarf weder Sympathie noch Freundschaft, sie lebt vom Wunsch und nährt sich vom Betrug, wirklich liebt man nur das, was man nicht kennt.
Daß wir das Unendliche in die Liebe hineingerührt haben, ist nicht die Schuld der Frauen.
Leben heißt sich wandeln; und das Nachleben unsrer geschriebenen Gedanken ist von diesem Gesetze nicht frei; sie werden nur um den Preis weiterleben, daß sie von dem ursprünglichen Sinn, den sie beim Verlassen unsrer Seele hatten, immer mehr abkommen. Was man künftig an uns bewundern wird, das wird uns ganz fremd sein.
Das Leben eines Volkes ist nur ein Gespinst von Elend, Verbrechen und Wahnwitz.
Das Leben ist eine fortlaufende Kette von Treulosigkeiten.
Es gibt nichts Besseres, als von seiner Arbeit zu leben.
Der Mensch lebt von der Arbeit. Je besser er sie macht, um so besser wird er von ihr leben.
Nichts ist so sehr für die gute alte Zeit verantwortlich wie das schlechte Gedächtnis.
Die Zeit ist der Stoff, aus dem die großen Unternehmungen gemacht werden.
Die Unabhängigkeit des Gedankens ist der höchste Adel.
Der Krieg und die Romantik, schreckliche Geißeln! Und was für ein erbarmungswürdiger Anblick, die rasende, kindische Liebe dieser Leute für Gewehre und Trommeln zu sehn! Sie verstehn nicht, daß der Krieg, der die Herzen unwissender und barbarischer Völker bildete und ihre Städte gründete, heute dem Sieger selbst nur Verfall und Elend bringt und zugleich ein grauenhaftes und blödes Verbrechen ist heute, wo die Völker durch die Gemeinsamkeit von Kunst und Wissenschaft, Handel und Verkehr miteinander verbunden sind. Sinnlose Europäer, die daran denken, sich gegenseitig zu erwürgen, wo doch die gleiche Zivilisation sie einhüllt und vereint.