Nur wer gegen sich selbst milde ist, kann es auch gegen andere sein.
Man stirbt in Glückes Fülle am vergangenen Leid.
Was man so die Launen des Schicksals nennt, das ist in Wahrheit nichts andres als die Rache der göttlichen Weisheit an den Plänen der falschen Weisen, mit denen sie ihr Spiel treibt.
Der Erzieher soll das Kind zwei Dinge lehren: den Frieden und die Arbeit. Und ein Ding verabscheuen lehren: den Krieg.
Das Geheimnis des rechten Altwerdens liegt in einem Satz: Die Zeit geht sanft nur mit denen um, die mit der Zeit sanft umgehen.
Die Menschen haben aus ihm (Gott) eine verhasste Figur gemacht. Wie kann man zu so einem unsympathischen Wesen beten?
Ich liebe die Wahrheit. Ich glaube, die Menschheit braucht sie, sicher aber braucht sie noch viel mehr die Lüge, die ihr schmeichelt, Trost spendet und ihr endlos Hoffnung macht. Ohne Lüge würde sie umkommen vor Verzweiflung und Langeweile.
Die hellste Wahrheit erscheint wie ein leeres Geschwätz, wenn sie aufgezwungen wird.
Der Krieg ist gar keine Kunst, und der Zufall entscheidet allein über das Schlachtenglück. Von zwei Generälen, die einander gegenüberstehen und die beide dumm sind, muß notgedrungen einer den Sieg davontragen.
Der Krieg ist trotz seiner Schrecken eigentlich nicht unpopulär. Er begünstigt und entwickelt Triebe, die bei den Menschen sonst zu schlummern pflegen. Die Rohheit, der Blutdurst, die Freude, ja sogar der Rausch des Tötens wurzeln so tief im Innersten der Sterblichen, daß sie leicht wieder zutage treten.
Gern sieht man hervorragenden Menschen niedrige Gesinnung und Erbärmlichkeit des Herzens nach. Man duldet es, daß sie feig oder boshaft waren, und selbst ihr Glück schafft ihnen nicht allzuviel Neider, wofern man nur erkennt, daß es unverdient war.
Ich glaube, daß die Menschen zu allen Zeiten so gewesen sind wie heute, egoistisch, gewalttätig, geizig und mitleidlos.