Antoine de Rivarol (1753–1801)

17 Sprüche Klassik

Das Wort "teuer" hat etwas Sanftes und Niedriges: es ist der Ausdruck der Liebe und des Geizes und scheint zu besagen, daß, was die Börse angeht, das Herz angeht.

Rivarol, Maximen und Gedanken, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938. Literatur

Die Liebe ist ein Raub der Natur an der Gesellschaft.

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Wir leben in einer Zeit, wo Verborgenheit mehr schützt als das Gesetz und sicherer macht als Unschuld.

Rivarol, Maximen und Gedanken, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938. Politik

Neben den Böswilligen, die uns leichtfertig das Üble nachsagen, das sie vermuten, gibt es diskrete Freunde, die sorgfältig das Gute verschweigen, dessen sie sicher sind.

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Es ist ein ungeheurer Vorteil, nichts getan zu haben, aber man soll keinen Mißbrauch damit treiben.

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Die Hoffnung ist ein Vorschuss auf das zukünftige Glück.

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Ein Weiser ist in Religionsfragen weder abergläubisch noch gottlos.

Rivarol, Maximen und Gedanken, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938. Politik

Die Religion wäre für das Volk nicht so unentbehrlich, wenn die Reichen nicht so wenig Moral hätten.

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Ein Volk ohne Land und ohne Religion müßte zugrundegehen, wie Anthäus schwebend zwischen Himmel und Erde.

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Der Märtyrer einer alten Religion erscheint als Starrsinniger einer neuen als Begeisterter.

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Die Philosophie ist nur für das Einzelwesen verantwortlich, die Religion für die Massen.

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Man braucht so gute Gründe zum Leben, daß man keine zum Sterben braucht.

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Man weiß, daß das Alter mehr von der Erinnerung als von der Phantasie fordert.

Rivarol, Maximen und Gedanken, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938. Politik

Tacitus hat als wahrer Philosoph gesprochen, als er sagte, es wäre besser, an Gott zu glauben, als über ihn zu diskutieren.

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Das Volk bedarf anschaulicher und nicht begrifflicher Wahrheiten.

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Die Vernunft setzt sich zusammen aus Wahrheiten, die man sagen, und solchen, die man verschweigen muß.

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Der Krieg ist das Gericht der Könige; die Siege sind seine Urteile.

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