August Strindberg (1849–1912)

34 Sprüche Romantik

Im Wechsel von Steigen und Fallen liegt der größte Reiz des Lebens, da das Glück nur durch den Vergleich offenbar wird.

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Merkwürdig, daß man herumgehen und doch tot sein kann.

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Leben: das ist leiden!

Strindberg, Rausch. Totentanz, 1912. Maurice

Das menschliche Leben ist ein Kampf von Anfang bis Ende. Wir alle werden unter Umständen voll Kummer und Schmerzen in dieses elende Leben geboren.

Strindberg, Der Sohn einer Magd. Entwicklungsgeschichte einer Seele 1849-1871 (Tjänstekvinnans son. En själs utvecklingshistoria), 4 Bde., 1886-1909

Welche Dummheit [...], sein Leben in einem kleinen offnen Boot aufs Spiel zu setzen, wo es gedeckte Fahrzeuge und Dampfer gibt.

Strindberg, Am offenen Meer, 1890

Gewiß fehlt es in jedem Leben an etwas, aber warum sollen die fetten Bissen gerade immer denen zufallen, denen es so schon gut geht?

Strindberg, Ehestandsgeschichten, 1898

Wie kann der noch mein Freund sein, den meine Erfolge verstimmen?

Strindberg, Inferno, 1897

Die Menschen hegen eine instinktive Abscheu vor dem Erfolg anderer, sie finden es ungerecht vom Schicksal, den einen zu begünstigen, und versuchen deshalb, das Gleichgewicht wiederherzustellen, indem sie ihm Steine in den Weg rollen.

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Die Familie ist zu eng und hat zu kleine, selbstsüchtige Ziele.

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Herrliche, sittliche Institution, heilige Familie, unantastbare göttliche Stiftung, die Staatsbürger zu Wahrheit und Tugend erziehen soll! Du angeblicher Hort der Tugend, wo unschuldige Kinder zu ihrer ersten Lüge gefoltert werden, wo die Willenskraft durch Despotie zerbröckelt wird, wo engstirniger Egoismus das Selbstgefühl töten.

Strindberg, Der Sohn einer Magd. Entwicklungsgeschichte einer Seele 1849-1871 (Tjänstekvinnans son. En själs utvecklingshistoria), 4 Bde., 1886-1909

Familie, du bist die Heimstatt aller sozialen Laster, die Versorgungseinrichtung aller bequemen Frauen, die Ankerschmiede des Familienversorgers und die Hölle der Kinder.

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Die Zeit ist die kostbarste aller Gaben, die Gott uns gegeben hat; darum müssen wir sie auf eine Art nutzen, die zeigt, wie hoch wir diese Gabe schätzen.

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Ich möchte so gern danken! Irgend jemandem! Mich drückt diese aufgezwungene Undankbarkeit!

Strindberg, Inferno, 1897. 1. Die Hand des Unsichtbaren

Wer könnte bestehen, wenn man für seine Gedanken verantwortlich gemacht würde?

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Was die Sonne für die Erde ist, ist die Religion für den Menschen.

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Jeder Versuch, auf dem Wege des Räsonnements sich der Religion zu nähern, führt zu Absurditäten.

Strindberg, Inferno, 1897. Hier zit. nach Jaspers, Strindberg und van Gogh, Springer, Berlin 1926

Das Schicksal spielt mit denen, die Schicksal spielen wollen.

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Die Vorsehung plant etwas mit dir, und dies ist der Anfang deiner Erziehung.

Strindberg, Inferno, 1897. Die Hand des Unsichtbaren

Manche Ehe ist ein Todesurteil, das jahrelang vollstreckt wird.

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Dieser Zweikampf, den man Ehe nennt.

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Ehen werden im Himmel geschlossen, deshalb fällt man auch so tief.

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