Ein spätes Glück ist ein schönes Herbstwetter, man genießt es doppelt.
Das Glück ist eine Sklavin des Fleißes.
Nur in stiller Häuslichkeit wird des Lebens Glück, der wahre Stein der Weisen gefunden.
Das ist ja ohnehin der schönste Vorzug des Menschen, daß er ein fernes Glück sich herzaubern und es still genießen kann, ohne Beimischung der Wirklichkeit, die oft zerstört, was sie bringt.
Mit der Liebe ist's wie mit den Pocken: Wer sie in seiner Jugend nicht gehabt hat, bekommt sie selten oder nie, und wenn er sie bekommt, sind sie desto gefährlicher.
Ein Geschenk aus der Hand der Liebe, da darf es der Bettler mit dem Fürsten aufnehmen.
Auf tausend Irrwegen sucht der Glaube die Spur zum Himmel. – Auf Einem Pfade führt die Liebe alle Völker zusammen!
Wenn Lieb' und Treue stärken, So wird Entbehren einem Manne leicht.
Wer ein Mädchen liebt, muß es ihr selbst sagen. Der dritte Mann würde nur Prosa aus einer Ode machen.
So sind die Menschen! Sie suchen früh und spät Das Bittere im Kelche; Wer keine Plage hat, Der macht sich welche.
Freundschaft ist die Blüte eines Augenblicks und die Frucht der Zeit.
Dankbare Menschen sind wie fruchtbare Felder; sie geben das Empfangene zehnfach zurück.
Wer Dank mit Belohnung verwechseln kann, hat nur die letztere verdient.
Wir sitzen so traulich beisammen Und haben einander so lieb Erheitern einander das Leben. Ach, wenn es doch immer so blieb!
Ein dankbarer Mensch, – von jeder Tugend trägt er im Busen den fruchtbaren Keim.
Wir suchen schon in tausend Gründen Von unserm Schicksal das "Warum", Nur nicht da, wo es am nächsten zu finden: In eigner Schuld, da sind wir stumm.