Die Liebe knüpft zwei Wesen miteinander, die Ehe schafft aus beiden eins; die Liebe stürzt ihren Freudenbecher hinunter, die Ehe schlürft ihn tropfenweise und leert ihn nur am Rand des Grabes. Die Liebe ist eine naschende Raupe, bis sie sich einspinnt in den Ehestand und dann reinere Nahrung aus Blumen saugt.
Die meisten glücklichen Ehen werden seufzend geschlossen; die meisten unglücklichen im Rausche des Entzückens.
Des Alters läst'ger Vorzug ist Erfahrung, die ihm den Glauben an die Menschheit raubt.
Wahrheit ist eine widerliche Arznei; man bleibt lieber krank, ehe man sich entschließt, sie einzunehmen.
Der Witz ist nur ein Sommerkleid; die Wahrheit kann man zu allen Jahreszeiten gebrauchen.
Mit eben der Leichtigkeit, mit der sie ihre Wangen schminken, schminken sie auch ihre Seele.
[...] daher ein sogenannter Mann von festen Grundsätzen gewöhnlich nur ein Mensch ist, dessen äußere Lage glücklicherweise stets mit seinen Neigungen übereinstimmt.