Bertha von Suttner (1843–1914)

8 Sprüche Romantik

Jede Liebe verzehnfacht jede Kraft… Dieses Besitzergreifen, zu zweien, einer neuen Wahrheit macht der Besitz doppelt sicher, den Begriff doppelt klar.

Suttner, Memoiren, 1909

Besser als mit Arbeit und Liebe kann überhaupt ein Leben nicht gefüllt sein.

Suttner, Memoiren, 1909. Fünfter Teil (1885-1890). Verkehr mit den Freunden

Es ist immer interessant, die Linie zu verfolgen, in der gewisse Erscheinungen der Zeitgeschichte sich bewegen – bald rasch, bald langsam, bald stillstehend oder gar zurückweichend, um dann wieder mit desto größerer Eile nach vorwärts zu streben; merkwürdig ist auch, wie manche spätere Phase prophetisch vorempfunden wurde.

Suttner, Memoiren, 1909

Jede Zeit wie jeder Mensch hat ein gewisses Gedankenfeld, über das hinaus nichts wahrgenommen wird.

Suttner, Memoiren, 1909

Der nächste Krieg wird von einer Furchtbarkeit sein, wie noch keiner seiner Vorgänger.

Suttner, Die Waffen nieder! Eine Lebensgeschichte, 1889

Als ob das Töten irgend etwas gutmachen könnte! Als ob vergossenes Blut überhaupt etwas reinigen, etwas Geschehenes ungeschehen machen könnte! O, über den geheiligten Widersinn, unter dessen Herrschaft die blöde Welt sich gestellt hat.

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Ich habe es zu früh erkannt, daß der Schlachteneifer nichts Übermenschliches, sondern – Untermenschliches ist; keine mystische Offenbarung aus dem Reiche Luzifers, sondern eine Reminiscenz aus dem Reiche der Tierheit – ein Wiedererwachen der Bestialität.

Suttner, Die Waffen nieder! Eine Lebensgeschichte, 1889. Originaltext

Ich möchte einen Stoff oder eine Maschine schaffen können von so fürchterlicher, massenhaft verheerender Wirkung, daß dadurch Kriege überhaupt unmöglich würden.

Suttner, Memoiren, 1909. Originaltext. Irrtümlich mitunter Alfred Nobel zugeschrieben.