Die Gegenwart Kurz, ach kurz ist diese Spanne Leben! Und – wie's unsichtbare Hände weben, Bleibt's, o Sterblicher! gewebt. Nichts ist, das den kalten Boten ferne; Eilend kommt und löscht er die Laterne: Wer gelebt hat, hat gelebt. – Leere denn des Lebens vollen Becher Still und fröhlich, eh' das Lämpchen schwächer, Dem Verlöschen näher scheint. O genieß, genieß, was dir beschieden; Gönne deinem armen Herzen Frieden: Sey, o Mensch! dein eigner Freund. Laßt uns froh das Heute heute nützen, Nur genießen heißt wahrhaft besitzen; Wer nur sehnend vorwärts strebt, Immer aus der Zukunft Füllhorn naschet, Wer die Gegenwart nicht eilend haschet, Hat geträumt, hat nicht gelebt. Leb', o lebe; denn mit raschem Schritte Eilt der Bote vom Palast zur Hütte, Löscht, wie's kommt, die Fackel, strebt Jeglichen Moment nach neuer Beute: Willst du leben, thu es heute, heute! Wer gelebt hat, hat gelebt.
Umgib dein Kind, so viel du nur kannst, mit schönen Gegenständen aller Art, dulde nichts Geschmackloses in seiner Nähe.
Es ist gut, daß die ersten Blicke gleich auf anmutige Bilder fallen und der jungen Seele nur solche zuführen.