Charles-Maurice de Talleyrand (1754–1838)

12 Sprüche Klassik

Nur ein Mann, der eine gescheite Frau geliebt hat, kann ermessen, was für ein Vergnügen es ist, ein Gänschen zu lieben.

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Die Liebe ist eine Wirklichkeit im Bereich der Einbildungskraft.

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In einem Roman muß die Hauptperson ein Charakter sein; im wirklichen Leben waltet oft ein glücklicher Zufall und drängt mittelmäßige Menschen in den Vordergrund, die kein anderes Verdienst haben, als daß sie eben im entscheidenden Augenblick zur Hand waren.

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Mitten unter vielen Leuten zu sein, welch eine Belästigung! Nicht zu sein, welch ein Drama!

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Wirklich gute Freunde machen sich erst aus dem Staub, wenn man sie dringend braucht.

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Verbündete sind Freunde, die sich erst dann aus dem Staub machen, wenn man sie braucht.

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Nur Dummköpfe und Fanatiker haben überhaupt keinen Humor.

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Um in der Gesellschaft Erfolg zu haben, muß man sich viele Dinge beibringen lassen, die man schon kann.

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Die Ehe ist das Zusammenleben zweier schlechter Launen am Tage und zweier schlechter Gerüche in der Nacht.

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Wer eine Wahrheit verbergen will, braucht sie nur offen auszusprechen – sie wird einem ja doch nicht geglaubt.

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Ich lüge nie, doch niemand kann mich zwingen, die Wahrheit zu sagen.

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Die Seele regiert den Leib; der Verwundete, in dessen Schaden man einigen Trost gießt, der Kranke, dem man die Hoffnung zeigt, ist bereit zur Genesung; sein Blut kreist besser, seine Säfte läutern sich, seine Nerven beleben sich, der Schlaf kömmt wieder, und der Körper gewinnt seine alte Kraft.

Talleyrand, Memoiren (Mémoires). Übersetzt von Otto Gildemeister (Die Memoiren Talleyrands, 1891)