Christian Dietrich Grabbe (1801–1836)

9 Sprüche Klassik

Was hilft uns Glück, wenn's niemand mit uns teilt? Ein einsam' Glück ist eine schwere Last.

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Glück ist die Bescheidenheit, mit der der Wurm nicht weiter strebt zu kriechen, als seine Kraft ihn trägt.

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Die ungetane Arbeit ist unbezahlte Schuld.

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Das Jahr ist kurz und lang die Stunde.

Grabbe, Don Juan und Faust. Eine Tragödie, 1828

Wer oft gehofft hat, lernet fürchten.

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Ach die Gedanken! Reime sind da, aber die Gedanken, die Gedanken!

Grabbe, Scherz, Ironie, und tiefere Bedeutung, 1827

Halt, halt! Was geht mir da für eine Idee auf? – Herrlich, göttlich! Eben über den Gedanken, daß ich keinen Gedanken finden kann, will ich ein Sonett machen, und wahrhaftig, dieser Gedanke über die Gedankenlosigkeit ist der genialste Gedanke, der mir nur einfallen konnte. Ich mache gleichsam eben darüber, daß ich nicht zu dichten vermag, ein Gedicht. Wie pikant, wie originell!

Grabbe, Scherz, Ironie, und tiefere Bedeutung, 1827

Wenn die Religion von dem vielen Dampf, den sie machen muß, nur nicht bald selbst verdampft!

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Feld der Ehre, – sage oft: Feld der … – sprich! — der Eitelkeit.

Grabbe, Napoleon oder Die hundert Tage. Ein Drama in fünf Aufzügen, 1831