Die Nachtigallen Erwachet, holde Nachtigallen! Laßt eure frühen Lieder schallen! Die Liebe wecket euch, Und mich zugleich. O wär ich euch in allem gleich! Allein, ihr singt der Liebe Freuden, Ich aber ihre Leiden; – – Wie sehr beneid ich euch!
Der bescheidene Schäfer Mein Schäfer, ach! der ist bescheiden! Er liebt mich, zärtlich liebt er mich! Der Inbegriff von seinen Freuden, Sagt er mir öfters, sei nur ich: Doch bleibt er allezeit bescheiden. Jüngst ließ die Mutter uns alleine; Was denkst du, ist alsdann geschehn? Da stand er starr gleich einem Steine Guckt in den Hut und wollte gehn, Und ach, wir waren ganz alleine!
Der Weise Von allen Freuden abgeschieden, Mit Wasser und mit Brot zufrieden, Lebt dort Arist vergnügt allein. Und man verleibet ihn den Reihn Der Weisen unsrer Zeiten ein. Von ihm bin ich nicht unterschieden. Ich lebe so wie er zufrieden, – Doch nur bei Freunden, Mädchen, Wein : Warum verleibt man mich den Reihn Der Weisen unsrer Zeit nicht ein ?