Clemens Brentano (1778–1842)

30 Sprüche Klassik

So oft der Mond mag scheinen, Gedenk ich dein allein; Mein Herz ist klar und rein, Gott wolle uns vereinen.

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Die Einsiedlerin O lasse Geliebter mich einsam leben! Dem Tode bin ich früh geweiht, Ich kann dir nicht Friede nicht Freude geben, Doch beten für dich in Einsamkeit. Ich will dir Geliebte dein Zellchen bauen Mein Herz ist einsam und dir geweiht. Und durch meine Augen kannst du wohl schauen Den Himmel so nah, die Welt so weit. Die Arme, ich will sie dicht um dich schlingen, Wie Liebeszweige, an Früchten schwer, Die Lippe, sie soll dir wie Echo klingen, Wie Vöglein springen mein Lied umher. Dein Händchen, o leg's an mein Herz, es schläget Im Busen mir ein lebend'ger Quell Und wie sich in Liebe Liebe beweget, Springt er dir entgegen so freudig hell. Du kannst nicht lieben, nicht glauben, so ziehe So ziehe nur hin in deinen Tod, Die Sonne schien in dein Bettchen zu frühe, Verschlafe nur nicht dein Abendrot. Noch alle Tag' ist's nicht Abend geworden, Mir bringet die Zeit noch Rosen einst, Ich ziehe nach Süden, leb' wohl in Norden, Du lachst mir noch, wie du nun weinst. Und hinter dem Berge der Freund verschwindet, Die Sonne geht durchs Himmelstor, Sein Bündelchen traurig das Mädchen bindet, Steigt mit dem Mond am Berg empor. Es stehen die Wälder so stille, stille, Des Berges Ströme sausen wild, O stärke den Mut mir, stark ist der Wille, So betet sie am Heil'genbild. Da läutet im Winde ein Silberglöckchen, Sie tritt in die Zelle von Rosenholz, Und nimmt das braunseidene Klausnerröckchen, Legt an die Demut, legt ab den Stolz. Und wie sie die bunten Kleider hinleget, Schlägt ihr das Herz im Busen laut, Die Flöte der Wanduhr so sanft sich reget, Und singt das Nachtlied der Himmelsbraut. »Gut Nacht, o mein Liebchen, auf seidnem Moose, Ach wie so sehnend die Nachtigall singt, Am Fensterchen glühet die treue Rose, Die Rose, die einst die Zeit mir bringt. Ich mußte die Hütte, den Garten geben, Zu bauen dein Zellchen so schön und fein, Und muß nun wie du in der Wildnis leben, Mit meiner Sehnsucht so einsam sein. O Liebchen schlaf wohl, von deinem Schoße, Fällt klingend der perlene Rosenkranz, Es schläft nicht der Treue auf seidnem Moose, Ihm flicht wohl die Liebe den Dornenkranz.« So singt ihr die Flöte, doch verstehen Kann Liebchen nicht des Liedes Leid, Der Liebe Bitten, der Liebe Flehen, Scheint ihr das Lied der Einsamkeit. So lebt sie lange, ungeschmücket Die Tage hin, die Nächte hin, Und schon die Rose sich niederbücket Sieht nicht mehr nach der Klausnerin, Die Stürme sausen in wilden Nächten, Wohl lauter als die Flöte sang, Im Walde die Hirsche brünstig fechten Die Welt wie wild, die Zeit wie lang. Und sitzet sie traurig an der Türe, So eilen auf verschlungner Bahn Die Rehe paarweis, die scheuen Tiere Und stehen still und sehn sie an. »O Zeit o wolle die Rosen brechen, Wie einsam ist Liebchen, wie allein, In Sehnsucht will ihr das Herz zerbrechen,« So schreibt sie oft auf Täfelein. Und heftet sie dann an die Geweihe Der Hirsche, die sie zahm gemacht, Und mustert sie ängstlich nach der Reihe, Ob keiner Antwort ihr gebracht. Weint Liebestränen, schlingt durch die Locken So weltlich den perlernen Rosenkranz, Und schürzt das Röckchen, schmückt ihre Socken Mit Waldes Blumen, möcht' gern zum Tanz. Und regen die Büsche im Mond sich helle, Und flötet die Nachtigall süß und mild So kann sie nicht schlafen, steht an der Zelle, Und glaubet, sie sähe des Lieben Bild. Umarmt die Bäume mit Liebesgeberde, Und reicht den blühenden Zweigen die Hand, Und kühlt sich den Busen an kühler Erde, Und zeichnet sein Bildnis in reinen Sand. Oft hebt sie die Füßchen, sie tanzt so gerne Und beißt sich die Lippen, sie küßt so gern, Am Himmel da stehen so ruhig die Sterne, O weh mir wie einsam, die Liebe ist fern. So eilet der Frühling, der Sommer gehet, Es senken die Büsche das grüne Dach, Und sie wird nicht ernten, die nicht gesäet, Nicht ruhig schlafen, die Reue ist wach. »Du hast nicht geglaubt, nicht geliebt, so blühe, Verblühe nur hin in deinen Tod Die Sonne schien in dein Bettchen zu frühe, Verschlafe nur nicht dein Abendrot.« So wiederholt sie im Traum seine Worte Es pochet im Herzen, ja poche nur, Sie gehet im Traume wohl an die Pforte, O wehe es pochte im Herzen nur! Sie weinet getäuschet, und bleibet stehen, Da tönen Worte zu ihr hin, O laßt ohn' Obdach mich nicht gehen Gott lohnt euch, fromme Klausnerin. Sie öffnet die Türe, in lauter Freude Kann sie nicht reden, ihr Auge bricht, In Liebestränen, und Freud und Leide, Denn ach es ist der Geliebte nicht. Und wie sie so weinet, steht still der Alte Das Haupt gesenket, blickt sie nicht an, O Jungfrau verzeih', daß ich krank dich halte, Du bist wohl der Welt noch zugetan. So redet er zürnend, und vor ihm nieder, Kniet weinend die arme Klausnerin, Und fleht, gieb mir den Geliebten wieder, O führ' mich wieder ins Leben hin. Der Alte spricht ruhig in jener Klause, Die gestern mein Dach gewesen ist, Ist Andacht und Friede wohl mehr zu Hause Da wohnet wohl ein beßrer Christ. Da wohnet ein Jüngling, fromm und stille, Und tuet Gutes, ist ohne Tand, Er wählte durch der Geliebten Wille Sich also schwer betrübten Stand. Die Klausnerin jammert und ringet die Hände, Und will nicht bleiben, will zu ihm hin, O sage mir Greis, wohin ich mich wende, In welchem Tale finde ich ihn. Es weinet der Alte, so tief gerühret Hat ihn der ird'schen Liebe Streit, Es schmückt sich die Holde, als Braut gezieret Steht sie im braunen seidnen Kleid. Und hastig zieht sie ihn von der Schwelle, Will mit ihm nach dem Tale gehn, Die Nacht ist so ruhig, der Mond so helle, Der Greis bleibt bei den Rosen stehn. Und bricht die Rosen, und knieet nieder Ein Jüngling vor der geliebten Braut, Sie kann ihn umarmen, und wieder, wieder, Sie weint so stille und lacht so laut. Schlaf' wohl, o mein Liebchen auf seidnem Moose, Die Zeit bringt Rosen, o süße Zeit! Das Einsiedlerröckchen ist leicht und ist lose, Der Himmel so nahe die Welt so weit. Auf, auf o mein Liebchen, ich will uns bringen, Zur Freude hin, geschwind wie der Wind, Und auf die gesattelten Hirsche sich schwingen. Der Jüngling und sein getreues Kind. Es fliehen die Berge, es fliehen die Haine, Die Städte stehen, und sehen nach, Dann setzt er sie nieder und küßt sie am Rheine, O Liebchen, wer flöhe den beiden nicht nach.

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Gute Nacht! Du lieber Engel! Ach, bist Du es, bist Du es nicht, so öffne alle Adern Deines weißes Leibes, daß das heiße schäumende Blut aus tausend wonnigen Springbrunnen spritze, so will ich dich sehen und trinken aus den tausend Quellen, bis ich berauscht bin.

Brentano, C., Briefe. An Karoline von Günderode, 1802

An dem Feuer saß das Kind, Amor, Amor, Und war blind; Mit dem kleinen Flügel fächelt In die Flamme er und lächelt, Fächle, lächle, schlaues Kind! Ach, der Flügel brennt dem Kind, Amor, Amor Läuft geschwind! "O, wie mich die Glut durchpeinet!" Flügelschlagend laut er weinet, In der Hirtin Schoß entrinnt Hülfeschreind das schlaue Kind. Und die Hirtin hilft dem Kind Amor, Amor, Bös und blind. Hirtin, sieh, dein Herz entbrennet, Hast den Schelm du nicht gekennet? Sieh, die Flamme wächst geschwind, Hüt' dich vor dem schlauen Kind!

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Ich weiß wohl, was dich bannt in mir, Die Lebensglut in meiner Brust, Die süße zauberhafte Zier, Der bangen tiefgeheimen Lust, Die aus mir strahlet, ruft zu dir, Schließ mich in einen Felsen ein, Ruft doch arm Lind durch Mark und Bein: Komm, lebe, liebe, stirb an mir, Leg' diesen Felsen auf deine Brust, Du mußt, du mußt.

Brentano, C., Gedichte. Entstanden um 1817/18 oder um 1834, Erstdruck 1943

Schweig, Herz, kein Schrei! Schweig, Herz, kein Schrei! Denn alles geht vorbei! Doch, daß ich auferstand und wie ein Irrstern ewig sie umrunde, ein Geist, den sie gebannt, das hat Bestand. Ja, alles geht vorbei. Nur dieses Wunderband, aus meines Herzens tiefstem Grunde zu ihrem Geist gespannt, das hat Bestand. Ja, alles geht vorbei. Doch sie, die mich erkannt, den Harrenden, wildfremd an Ort und Stunde, ging nicht vorbei, sie stand, reicht mir die Hand. Ja, alles geht vorbei. Doch diese liebe Hand, die ich in tiefer, freudenheller Stunde an meinem Herzen fand, die hat Bestand.

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Liebesnacht im Haine Um uns her der Waldnacht heilig' Rauschen Und der Büsche abendlich' Gebet, Seh ich dich so lieblich bange lauschen, Wenn der West durch dürre Blätter weht. Und es ist so traulich dann, so stille Wenn ihr zarter Arm mich fest umschlingt Und ein einz'ger liebevoller Wille Unsrer Seelen Zwillingspaar durchdringt. Fest an dich gebannt, in dich verloren, Zähle ich an deines Herzens Schlag Liebesstammelnd jeden Schritt der Horen. Scheidend küsset uns der junge Tag.

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Über eine Skizze: Verzweiflung an der Liebe in der Liebe In Liebeskampf? In Todeskampf gesunken? Ob Atem noch von ihren Lippen fließt? Ob ihr der Krampf den kleinen Mund verschließt? Kein Öl die Lampe? oder keinen Funken? Der Jüngling – betend? tot? in Liebe trunken? Ob er der Jungfrau höchste Gunst genießt? Was ist's, das der gefallne Becher gießt? Hat Gift, hat Wein, hat Balsam sie getrunken. Des Jünglings Arme, Engelsflügel werden – Nein Mantelsfalten – Leichentuches Falten. Um sie strahlt Heil'genschein – zerraufte Haare. Strahl' Himmelslicht, flamm' Hölle zu der Erde Brich der Verzweiflung rasende Gewalten, Enthüll' – verhüll' – das Freudenbett – die Bahre.

Brentano, C., Gedichte. Beschreibung einer Darstellung der sterbenden Cleopatra des italienischen Malers Guido Reni

Ich möchte wohl wissen, ob in der Liebe zu einem Menschen nicht eine unendliche Progression ist? - ich meine, meine Neigung zu Dir trägt schon alle Früchte des Himmels und der Erde. [...] Kurios ist es, aber ich muß in diesem Augenblicke denken und fühlen, und es ist mir, als wär's wahrhaftig so, nämlich: als wäre meine Brust ein Badezuber und Deine Füße stünden badend und plätschernd in meinem Herzen, und Du sagst: endlich krieg ich warme Füße.

Brentano, C., Briefe. An Luise Hensel, 1816

Eingang Was reif in diesen Zeilen steht, was lächelnd winkt und sinnend fleht, das soll kein Kind betrüben; die Einfalt hat es ausgesät, die Schwermut hat hindurchgeweht, die Sehnsucht hat's getrieben. Und ist das Feld einst abgemäht, die Armut durch die Stoppeln geht sucht Ähren, die geblieben; sucht Lieb, die für sie untergeht, sucht Lieb, die mit ihr aufersteht, sucht Lieb, die sie kann lieben. Und hat sie einsam und verschmäht die Nacht durch, dankend in Gebet, die Körner ausgerieben, liest sie, als früh der Hahn gekräht, was Lieb erhielt, was Leid verweht, ans Feldkreuz angeschrieben: "O Stern und Blume, Geist und Kleid, Lieb', Leid und Zeit und Ewigkeit!"

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Ich eile hin, und ewig flieht dem Blicke Ich eile hin, und ewig flieht dem Blicke Des Lebens Spiegel fort in wilder Flut, Die Sehnsucht in die Ferne nimmer ruht, Und weinend schaut Erinnerung zurücke Da blickt aus einer Blume neu Geschicke. Zwei blaue Kelche voll von Liebesglut Erwecken in dem Flüchtling neuen Mut; Daß er das Leben wieder jung erblicke. Es hat der Sinn die Aussicht wiederfunden, Er sieht im klaren Strome abgespiegelt, Des Wechsel-Lebens zwiefach-lieblich Bild, Die Fläche ruht und schwillt in tiefen Stunden, Wenn Leidenschaft die Trunkenheit entzügelt, Und Liebe sich dem Strome nackt enthüllt.

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Die Liebe ist ein unwiderstehlicher Hang, alle Persönlichkeit aufzuheben.

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Geheime Liebe Unbeglückt muß ich durchs Leben gehen, Meine Rechte sind nicht anerkannt; Aus der Liebe schönem Reich verbannt, Muß ich dennoch stets ihr Schönstes sehen! Nicht die schwache Zunge darf's gestehen, Nicht der Blick verstohlen zugesandt, Was sich eigen hat das Herz ernannt, Nicht im Seufzer darf's der Brust entwehen! Tröstung such' ich bei der fremden Nacht, Wenn der leere lange Tag vergangen, Ihr vertrau' ich mein geheim Verlangen; Ist in Tränen meine Nacht durchwacht, Und der lange leere Tag kommt wieder, Still ins Herz steigt meine Liebe nieder.

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Die Liebe lehrt mich lieblich reden, da Lieblichkeit mich lieben lehrte.

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Der bloße gesunde Mensch hört, sieht, fühlt, spricht; dem Gebildeten aber wird das Gehör zur Musik, das Gesicht zur Malerei, das Gefühl zur Gestalt und die Sprache zur schönen gebildeten Sprache, alle seine Bildung und seine Liebe zu verkündigen.

Arnim/Brentano, Clemens Brentanos Frühlingskranz. Aus Jugendbriefen ihm geflochten, wie er selbst schriftlich verlangte, 1844

Es war einmal die Liebe … Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Wohl in gerechtem Zorn, Und sprach zum blinden Triebe: Verzeih! heut kriegst du Hiebe Ganz recht mit einem Dorn. Da zagt der Trieb betroffen, Doch kaum hat ihn getroffen Der Liebe Dornenstreich, Sind alle Knospen offen, Der Dorn ganz ohn Verhoffen Schlug aus voll Rosen gleich. Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Sie war vom Trieb betrübt, Und sprach zum blinden Triebe: An dir, du Friedensdiebe, Wird Rache heut geübt. Doch, als sie sich will rächen, Entstürzt in Tränenbächen Das Mitleid ihrer Brust, Sie kann den Stab nicht brechen, Die Lieb wird aller Schwächen Des Triebes sich bewußt. Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Sie war vom Trieb gekränkt, Und sprach zum blinden Triebe: Wenn dir kein Trost auch bliebe, Heut wird dir's nicht geschenkt, Und, um ihm zu gedenken, Will sie ein Füllhorn senken Voll von Gerechtigkeit, Und hat mit Fahnenschwenken Den Richtplatz mit Geschenken Der Gnade überstreut. Ei sag einmal du Liebe, Du himmelsklare Liebe, Wer hat dich das gelehrt, Daß man dem blinden Triebe Für strenge Dornenhiebe Nur Rosen mild beschert, Und daß man für die Rute Dem blinden Übermute Nur süßen Honig gibt. Das lehrte dich der Gute, Der dich mit seinem Blute In deiner Schuld geliebt. Da sang einmal der Liebe, Der himmelsklaren Liebe, Der Trieb dies Liebeslied, Dass Lieb dem blinden Triebe Das Licht ins Herz einübe, Das ihr im Auge blüht. Da sah der Trieb verkläret, Was Liebe ihm gewähret, Und beide sprachen fromm: Du hast mich Trost gelehret, Du hast mir Licht bescheret, Trieb sei der Lieb willkomm! Da faßt einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe Sich einen frischen Mut Und ward dem blinden Triebe, Daß er nicht irrend bliebe, Ein Blindenführer gut. Da lernt der Trieb das Lieben, Da ward die Lieb getrieben, Bis sehend er, sie blind, Und beide sind's geblieben, Und ich hab es geschrieben, Lies du und bleib ein Kind!

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Die Klage, sie wecket … Die Klage, sie wecket Den Toten nicht auf, Die Liebe nur decket Den Vorhang dir auf. Man liebt und was immer Das Leben belebt, Mit fassenden Sinnen Die Augen erhebt. Das zarte Umfassen, Es löst sich so bald, Die Augen erblassen Es stirbt die Gestalt. Die Liebe, sie schicket Die Klage ihr nach Die Liebe, sie blicket Den Toten bald wach. Die Klage, sie wecket Die Toten nicht auf, Die Liebe nur decket Das Leben dir auf.

Brentano, C., Gedichte. Entstanden 1800, Erstdruck 1852/55

Schwalbenwitz Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, Himmel und Erde sind sich gleich. Spricht der Himmel: Werde! Da grünt und blüht die Erde! Spricht die Erde: Sterbe! Da wird der Himmel ein lachender Erbe. Sterne sah ich blinken und sinken, Den Mond in der Sonne ertrinken, Die Sonne stieg in die Meere, Ohne daß sich ein Fünklein verlöre. Feuer und Wasser hassen sich, Erde und Wasser umfassen sich, Luft und Feuer entzünden sich, Erde und Feuer ersticken sich, Erde und Luft umkühlen sich, Luft und Wasser umspielen sich, Aber alles ist Liebe, Liebe, Liebe Und wenn sich alles empörte, verzehrte, verschlänge, Daß gar nichts bliebe, bliebe doch Liebe Die Hülle, die Fülle, die Menge.

Brentano, C., Gedichte

Vergangen sei vergangen Und Zukunft ewig fern; In Gegenwart gefangen Verweilt die Liebe gern.

Brentano, C., Gedichte. Wenn der Sturm das Meer umschlinget

Der lebt nicht, dessen Haupt nicht im Himmel steht, auf dessen Brust nicht die Wolken ruhen, dem die Liebe nicht im Schoße wohnt und dessen Fuß nicht in der Erde wurzelt.

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Leben lebt allein durch die Liebe.

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