Gut ist die Herrschaft der Liebe; denn sie zieht den Sinn ihres Getreuen von allem ab, was bös ist.
Doch schon bewegte Willen und Verlangen Mir, wie ein gleichbewegtes Rad, die Liebe, Die kreisen macht die Sonne wie die Sterne.
Nicht, daß ihr wie das Vieh lebt, habt ihr Leben, vielmehr, daß ihr nach Ruhm und Wissen ringt.
Hervortun soll der Mensch sich, daß auf Erden Sein erstes Leben hinterlaß ein zweites.
Niemand ist uns ein näherer Freund, als wir uns selber sind.
Durch mich gelangt man in die Stadt der Schmerzen, Durch mich zu wandellosen Bitternissen, Durch mich erreicht man die verlorenen Herzen. Gerechtigkeit hat mich dem Nichts entrissen; Mich schuf die Kraft, die sich durch alles breitet, Die erste Liebe und das höchste Wissen. Vor mir ward nichts Geschaffenes bereitet, Nur ew'ges Sein, so wie ich ewig bin: Laßt jede Hoffnung, die ihr mich durchschreitet
Laßt jede Hoffnung hinter euch, ihr, die ihr hier eintretet.
Es stirbt der Mensch und was durch ihn entsteht! Und zögert oft der Tod, zu überraschen, Spät dünkt's euch, weil ihr so schnell verweht.
Begnügt euch, Menschen, mit dem Wort: "So ist es!"
Als unseres Lebens Mitte ich erklommen, befand ich mich in einem dunklen Wald, Da ich vom rechten Wege abgekommen. Wie schwer ist's, zu beschreiben die Gestalt Der dichten, wilden dornigen Waldeshallen Die, denk ich dran, erneurn der Furcht Gewalt!
Der Wahrheit, die der Lüge Antlitz trägt Soll, wenn es möglich, man die Lippen schließen, Denn unverschuldet bringt sie uns Beschämung.
Das höchste Streben und Verlangen eines Dinges, das ihm zuerst von der Natur eingeprägt, ist die Heimkehr zu seinem Ursprung; und weil Gott der Ursprung ist unserer Seele, – also verlangt sie vornehmlich heimzukehren zu ihm.