Edda, Hávamál, Loddfafnirlied

9 Sprüche

Unklugheit wundre Keinen am andern; Denn viele befällt sie, Weise zu Toren Wandelt auf Erden Der Minne Macht.

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Weise zu Tröpfen wandelt auf Erden Der Minne Macht.

Simrock (Hg.), Die Edda, die ältere und jüngere nebst den mythischen Erzählungen der Skalda, übersetzt und mit Erläuterungen begleitet von Karl Simrock, 1851. Hávamál

Hast du einen Freund, dem du fest vertraust, geh oft, ihn aufzusuchen! Denn Gesträuch wächst und starkes Gras auf dem Weg, den kein Wandrer geht.

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Seinem Freunde soll man Freund sein: ihm und seinen Freunden.

Afzelius, Volkssagen und Volkslieder aus Schwedens älterer und neuerer Zeit, übersetzt von F. H. Ungewitter, 3 Bde., 1842. Hávamál

Gewannst du den Freund, dem du wohl vertraust, So besuch ihn nicht selten; Denn Strauchwerk grünt und hohes Gras Auf dem Weg, den niemand wandelt.

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Seinem Freunde soll ein Freund man sein, und des Freundes Freund auch, doch nehmen soll man sich nie zum Freund seines Feindes Feind.

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Heißer als Feuer brennt fünf Tage bei Falschen die Freundesliebe, dann aber sinkt es, wenn der sechste kommt, und alle Freundschaft zerfällt.

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Als ich noch jung, da war einsam mein Gang, und ich irrte mich oft in der Straße; Nun acht' ich mich reich, da den Andern ich fand: der Mann ist die Freude des Mannes. Der Baum geht ein auf ödem Stein, ihm wächst nicht Blatt noch Borke; so kommt's mit dem Manne, den keiner liebt: was soll er länger leben?

Wolzogen, Die Edda. Götterlieder und Heldenlieder, 1877. Hávamál, V. 24f. Von der Freundschaft

Enkel bist du! Siegen und Sorgen gestern Gewesener dankst du dein Dasein. Hältst als Ahnherr Segen und Fluch fernster Geschlechter hütend in Händen.

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