Fern Fern vom Strand, wenn an den Felsenklippen scheidend, glühend-rot der Tag verglomm, hauchen in die Dämmrung meine Lippen still verträumt ein sehnsuchtszittern: "Komm!" Meine Blicke, die noch tränenfeuchten, streifen hoffnungslos den öden Strand. Stille rings! Die See, vom Meeresleuchten überflutet, trägt ihr Prachtgewand. Sinnend weil ich in dem Zauberlande, bis der Vollmund küßt die schwüle Nacht, träum, ich ruht in deinem Arm am Strande, wachgeküßt von deiner Liebesmacht.
In Traumes Bann Sinnverwirrend schön sind deine Rosen, so betäubend ist ihr süßer Duft. Flüsternd raunt es wie ein heimlich Kosen durch die sengend schwüle Sommerluft. Schlummertrunken streck ich meine Glieder, tief beseligt noch im Traumesbann… Küsse dir die müden Augenlider – Was ein Traum heraufbeschwören kann! Und ich fühle dich in meiner Nähe schattenhaft – und doch so lebenswarm! Ganz in eins verschmelzend – ich vergehe selig, liebestoll in deinem Arm!
In meine stillen Träume In meine stillen Träume schleichst du dich allnächtlich ein, dein Haupt sinkt an meine Schulter, der Mond blickt durchs Fenster herein. Vor meinem Lager duften die Rosen berückend schwül; ich berge verwirrt mein Antlitz in dem seidenen Spitzenpfühl. Du bist ja zu mir gekommen im Traume, in der Nacht; da ist in mir Unglückseligen die Leidenschaft neu erwacht. Die Gluten, die schlummermüden, schlugen zur Flamme empor, ich suche im Traume das Leben und finde verschlossen das Tor.