Auf dieser Welt ist ein halbes Glück schon ein seltenes Glück.
Auf den obersten Stufen des Glücks begegnet man noch mehr Wünschen und Bedürfnissen als auf den untersten.
Um das Glück zu ersetzen, braucht man zu viel Verstand und zu wenig Moral.
Zu allen Bedingungen des Glücks fehlt meist eine, die man selbst mitbringen muss: die Gabe, glücklich zu sein.
Das Glück besteht, nach der Weisheit vieler, die es im Übermaß besitzen, aus Entbehrungen.
Ladet man das Glück zu sich, verspricht man ihm die überschwänglichste Aufnahme – und ist es da, versäumt man sogar, es zu empfangen.
Ihr Glück begreifen die wenigsten, unglücklich zu sein verstehen alle.
Die meisten wären glücklich, wenn sie alles verkehrt gemacht hätten.
Die Liebe lehrt uns vieles – vor allem bereuen.
Es gibt nureineLiebe, die von Dauer ist: die unglückliche.
Anfang und Ende einer Liebe stehen einander wie Rätsel gegenüber.
Man nehme der Zuneigung den Eigensinn, und es gibt keine Verliebte.
Alles kann die Liebe überdauern, nur nicht die Erreichung ihres Ziels.
Nur in die erste Liebe mischt sich keine Eigenliebe.
Die Liebe würde ihren Namen verdienen, könnte sie sich die Beständigkeit der Eigenliebe zum Muster nehmen.
In der Liebe ist der Weg alles. Und das Ziel? ... entfernt vom Wege.
Die ewige Liebe hat eine gar zu kurze Dauer; wir können ewig hassen, aber nicht ewig lieben.
Die Frauen lieben lange, ehe sie's gestehen, die Männer lange nicht mehr, wenn sie's noch beteuern.
Die Männer lieben, solange kein Grund zur Dankbarkeit da ist.
Es gibt wenig Liebesbriefe, die nicht Meineide enthalten; natürlich erst später.
Auf die poetische Wirkung allein hat sich die Natur bei der Liebe nicht verlassen, umso mehr auf die Brutalität.