Unmittelbar Du glatter Mann mit dem geistlichen Kleid, Ich bitte dich, lass' mich im Sterben in Ruh. Ruf' ich zu Gott in meinem Leid, So brauch' ich keinen Vermittler dazu.
Hier soll ich also dauernd bleiben, hier ist mein Haus und Hof bestellt – mich aber plötzlich überfällt ein Bangen, nimmer zu beschreiben! Hier ist mein Hof, hier ist mein Haus – und auch mein Grab – hier harrt die Erde, bereit, daß ich verschüttet werde! Mir ist, als wär' mein Hoffen aus! Mir ist, als ob der Tod sich setze zu mir, in eine stille Ecke wie Spinnen an der Zimmerdecke, zu weben mich in seine Netze!
Glaube des Lahmen Erlöst von irdischen Gebresten, Flieg' einst ich auf zu himmlischen Festen, Vergessen ist das Weh der Erden, Wenn meine Füße Flügel werden!
Rache des Geschicks Aufrecht unter allem Drange Und mit stolz erhobnem Haupt, Wehrend jedem Niederzwange, Hab' gekämpft ich und geglaubt! So des Schicksals wüsten Wettern Hab' getrotzt ich als ein Mann. Will es jetzt mich ganz zerschmettern, Hat es recht, sobald es kann.
Wohl machst du gerne jünger dich, Weil du dich schämst der Grausamkeit, Daß du und all dein reiches Ich Nur eine Frage kurzer Zeit,
Ich hoffe, daß sich einst erfülle Was uns das Leben auch verhehle, Und daß sich nach entseelter Hülle Uns zeige die enthüllte Seele.
Vergeblich Nicht wirst du erheben, was tief von Natur, Weil du's mit Ehren verbrämt; Schmeichle der niedern Kreatur Und gleich wird sie unverschämt.