Nicht Glück, sondern Glückes wert sein! Das ist mein Durst, das ist mein – Recht!
Glaub mir: Vor das Glück setzten die Götter die Träne.
Was ist das Höchste? – Ein Glücksgefühl, so stark, um uns zu zersprengen, und eine Brust, die es aushält.
Eine ganze Liebe wiegt viele geteilte auf – aber nicht umgekehrt.
Wenn eine Liebe nicht täglich neu erweckt wird, schläft sie bald ganz ein.
Wir lieben nicht was uns liebt, sondern was uns reizt.
Wie oft und schwer wirst du dich verlieben, bis du weißt, wo du liebst.
Das Leben ist schwer – ein Grund mehr, es auf die leichte Schulter zu nehmen.
Mit dem Leben ist's wie mit dem Gelde: man muß beide(s) ausgeben, um etwas davon zu haben.
Dem Glücke feind, sein Leben nur als Frucht der Arbeit, erfüllter Pflichten nehmen.
Im Leben ist es wie in den schweren Träumen: man muß seine Schrecken angreifen und nicht ihnen entfliehn; entweder weichen sie dann oder wir erwachen an ihnen gestärkt.
Beste Welt und bestes Leben? Beide können nur besserwerden, aber nichtsein, als sie in jedem gegebenen Augenblickesind.
Das Leben ist nichts, als ein Weg, um etwas zu werden!
Immer das Gleiche – das ist ein Produkt beständiger Verwandlung, in der sich das Wesen behauptet. Mit jedem Hauche ein anderer – das ist immer derselbe, unter der Wirkung eines jeden Angriffs.
Mancher, der zu feig oder faul ist, uns ein Feind zu sein, wird unser Freund. Es ist die bequemste Art, uns zu drücken.
Kann der mein Weiser sein, der seine Weisheit mir zuschnauzt?
Unterscheidung: Handwerker, Kopfwerker, Bauchwerker.
Zwei Geschlechter des Menschen. Das eine fragt, immer und überall: "Nix zu handeln? Nix zu handeln?" Das andere späht, immer und überall: "Nichts zu bauen? Nichts zu bauen?"
Das Sieb der Zeit ist weitmaschig, man muß sich recken, wenn man drinnen bleiben will.
Du mußt die Erfahrungen deines langen Lebens nicht als Imperative auf die Jugend legen.
Gedanken sind zollfrei; notgedrungen lassen wir sie also passieren; aber oh wie gerne möchten wir sie kontrollieren.