Erasmus von Rotterdam (1469–1536)

28 Sprüche Renaissance

Willst du offenkundig sehen, was für eine gottlose Sache der Krieg ist, so nimm wahr, von welchen Leuten er geführt wird.

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Krieg erscheint denen schön, die ihn nicht erfahren haben.

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– Dein Name werde geheiligt – kann Gottes Name mehr entheiligt werden als durch gegenseitigen Krieg?

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Krieg lässt den Strom aller Übel zugleich losbrechen.

Erasmus von Rotterdam, Adagia, 1510-35. Übers. Internet Originaltext: Bellum universum malorum agmen semel effundit.

Wahrer Adel ist es, den nichtigen Adel zu verachten.

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Aber es fehlt ja auch nicht an Theologen, die Beleidigungen aussprechen und die zum Kriegslärm noch die Trompete blasen.

Erasmus von Rotterdam, Schülergespräche (Familiarum colloquiorum formulae), 1526. Übers. Internet. Erasmus zitiert hier z.T. Plautus. Originaltext: Immo non desunt theologi, qui frigidam suffundant et ad hos tumultus classicum cantant

Weißt du mir nichts von einer Einstellung zu berichten, die sich deutlich von der Dummheit der Masse unterscheidet, die frei ist von dem niedrigen Verlangen nach wertlosen Dingen und frei von den irrigen Annahmen der Menge, höre ich von keinem Verdienst, der eines Herrschers würdig ist.

Erasmus von Rotterdam, Adagia, 1510-35. Übers. Internet