Ernst Raupach (1784–1852)

12 Sprüche Klassik

Wie wunderbar, daß wir im Glück das rechte Glück vermissen, und glücklich sind, wenn wir vom Glück nichts wissen!

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Freundschaft bindet nur das Gleiche; Ungleich aber kann mit Ungleich Nur in Liebe sich vereinen.

Raupach, Das Mährchen im Traum. Ein dramatisches Gedicht, 1836. Dritter Auftritt. Constanza

Überzeugung heischt Der Kaltsinn nur; die Liebe schenket Glauben.

Raupach, Die Freunde. Ein Trauerspiel in fünf Acten, 1825. 1. Akt, 2. Szene. Maria

Das Leben ist ein steter Kampf der Zukunft mit ihrer Mutter, der Vergangenheit.

Raupach, Die Hohenstaufen. Ein Cyclus historischer Dramen, 8 Bde., 1837

Freunde sind nichts als unerträgliche Herren, besonders sogenannte Freunde in der Not.

Raupach, Die Hohenstaufen. Ein Cyclus historischer Dramen, 8 Bde., 1837

Was ist die Zeit? [...] Menschen machen sie; Aus Taten und Gedanken geht sie auf.

Raupach, Die Hohenstaufen. Ein Cyclus historischer Dramen, 8 Bde., 1837. Kaiser Friedrich I. (3. Teil), 2. Aufzug, 3. Auftritt, Kaiser

Ewig herrscht der Wechsel auf der Erde, Eins zerstäubt, damit das andre werde; Töten muß, was Leben bringt. Rastlos wirkt die Zeit von Licht zu Lichte, Treibet immer Blüten, reifet Früchte, Die sie gierig selbst verschlingt.

Raupach, Timoleon der Befreier. Ein dramatisches Gedicht, 1814. 1. Akt, Chor

Die Hoffnung ist Geistes Atemholen; und darum fängt der Mensch, sobald eintausend getäuschter Hoffnungen vollzählig ist, ein Tor aus Zwang, das neue Tausend an.

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Der Himmel gibt die Gunst des Augenblicks. Wer schnell sie faßt, wird Meister des Geschicks.

Fischer, Ich will! Ein Buch über Selbsterziehung des Willens und Veredelung des Herzens, 1920

Das Alter wägt, die Jugend wagt.

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So lange man das Schwert noch kennt und ehrt, wird Gottes Reich auf Erden nimmer blühn.

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Das ist des Mannes Ehre, Daß er fest im Wechsel bleibt, Und die Wog' im Lebensmeere Nicht von seiner Bahn ihn treibt.

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