Wie wunderbar, daß wir im Glück das rechte Glück vermissen, und glücklich sind, wenn wir vom Glück nichts wissen!
Freundschaft bindet nur das Gleiche; Ungleich aber kann mit Ungleich Nur in Liebe sich vereinen.
Überzeugung heischt Der Kaltsinn nur; die Liebe schenket Glauben.
Das Leben ist ein steter Kampf der Zukunft mit ihrer Mutter, der Vergangenheit.
Freunde sind nichts als unerträgliche Herren, besonders sogenannte Freunde in der Not.
Was ist die Zeit? [...] Menschen machen sie; Aus Taten und Gedanken geht sie auf.
Ewig herrscht der Wechsel auf der Erde, Eins zerstäubt, damit das andre werde; Töten muß, was Leben bringt. Rastlos wirkt die Zeit von Licht zu Lichte, Treibet immer Blüten, reifet Früchte, Die sie gierig selbst verschlingt.
Die Hoffnung ist Geistes Atemholen; und darum fängt der Mensch, sobald eintausend getäuschter Hoffnungen vollzählig ist, ein Tor aus Zwang, das neue Tausend an.
Der Himmel gibt die Gunst des Augenblicks. Wer schnell sie faßt, wird Meister des Geschicks.
So lange man das Schwert noch kennt und ehrt, wird Gottes Reich auf Erden nimmer blühn.
Das ist des Mannes Ehre, Daß er fest im Wechsel bleibt, Und die Wog' im Lebensmeere Nicht von seiner Bahn ihn treibt.