Euripides
Es kommen Fälle vor im Menschenleben, wo's Weisheit ist, nicht allzu weise zu sein.
Denn stark ist Blutsverwandtschaft, und im Missgeschick Ist nichts erwünschter als ein stammverwandter Freund.
An Menschenhoffnung kehrt die Zeit sich nimmermehr, sie eilt von hinnen, nur bedacht auf ihre Flucht.
Die Zeit vernarbt die Wunde.
Der aber ist der Beste, der der Hoffnung sich vertraut allzeit! Verzagtheit kennt der Feige nur.
…sonder Anker sind wir vor dem Todessturz.
Wer dem unausweichlichen Schicksal sich in rechter Weise fügt, der gilt als weise und kennt der Götter Walten.
Fürwahr! des Schicksals Wetter rafft auch Helden hin.
Tragen muß der Mensch, was ihm die Götter senden.
Voll Weisheit sind des Schicksals Fügungen!
Die Menschen, deren Ehe wohlbestellt, sind glücklich. Wem's in diesem Punkt mißlingt, ist elend und außer seinem Haus.