Ja Freund! oft trinket der Mensch die Lust in Strömen und dürstet, Der Glücklichste stirbt unter Wünschen; ein Tropfen Kummers verbittert Ihm ganze Meere von Freude. Die Einbildung spornt seine Triebe, Wie Rösse reißen sie aus, die Zwang und Zügel verachten, Und ziehn ihn mit sich zum Abgrund.
Freund! versäume nicht zu leben, Denn die Jahre fliehn, Und es wird der Saft der Reben Uns nicht lange glühn!
Wer in Gesellschaft seiner Freunde immer Worte wiegt, ist selten ein wahrer Freund, und selten der Freundschaft fähig.
Wäre kein Schmerz in der Welt, so würde der Tod alles aufreiben. Wenn mich eine Wunde nicht schmerzte, würde ich sie nicht heilen, und würde daran sterben.
Der Charakter der Menschen ist ihren Gesichtern eingepräget. Alle Leidenschaften verursachen besondere Züge in dem Gesicht. Sind sie von langer Dauer, so werden die Züge unauslöschlich.