Fanny zu Reventlow (1871–1918)

13 Sprüche Realismus

Das Gefühl von Glück und Fülle ist ganz unabhängig von wirklichem Erleben? Aber in welcher Sphäre liegt es dann, und warum ist es manchmal in uns und manchmal wieder unerreichbar?

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Aber für jedes wahrhaft erotisch empfindende Weib liegt gerade ein unendlich feiner Reiz darin, den stärkeren Gegner im Liebeskampf anzureizen, zu versuchen und sich ihm dann in selbstvergessnem Rausch zu schenken.

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Ich darf nur lieben, aber niemals jemandem gehören.

Reventlow, F., Tagebücher

Ich weiß, daß das Leben immer wieder von vorn anfängt, immer wieder neu, immer, und man ist wieder jung.

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Die Bejahung des Lebens ist immer ein Siegesgefühl.

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Zu tausend Dingen bin ich ja nicht gekommen bei meinem sonderbaren Leben; und hätte doch zu tausend Dingen Talent gehabt.

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Könnte ich leben, ohne zu arbeiten, ich wäre das glücklichste Wesen unter der Sonne.

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Nur nicht denken, nicht immerfort dran denken. Nicht an Tod und Sterben denken.

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Man ergebe sich in sein Schicksal, wenn man kein anderes hat.

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Welcher Mann würde nicht durchbrennen, wenn "sie" es nicht wollte?

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Die beste Vorsorge für das Alter ist, daß man sich nichts entgehen läßt, was Freude macht. Dann wird man später die nötige Müdigkeit haben und kein Bedauern, daß die Zeit um ist.

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Manchmal wollt ich, ich wäre alt, und alles schwiege schon in mir.

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Warum kann man mit fünfunddreißig Jahren nicht so gut anfangen wie mit zehn?

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