Franz Kafka (1883–1924)

30 Sprüche Realismus

Natürlich glaube ich nicht, dass man sich zum Gebären zwingen kann, wohl aber zum Erziehen der Kinder.

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Wenn ich es bedenke, so muß ich sagen, daß mir meine Erziehung in mancher Hinsicht sehr geschadet hat.

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Was ist fröhlicher als der Glaube an einen Hausgott!

Kafka, Die Zürauer Aphorismen, entstanden 1917-1918, von Max Brod unter dem Titel "Betrachtungen über Sünde, Hoffnung, Leid und den wahren Weg" veröffentlicht 1931

Wir sind von Gott beiderseitig getrennt: Der Sündenfall trennt uns von ihm, der Baum des Lebens trennt ihn von uns.

Kafka, Oktavhefte. Achtes Heft, 1916

Wahrheit ist unteilbar, kann sich also selbst nicht erkennen; wer sie erkennen will, muß Lüge sein.

Kafka, Die Zürauer Aphorismen, entstanden 1917-1918, von Max Brod unter dem Titel "Betrachtungen über Sünde, Hoffnung, Leid und den wahren Weg" veröffentlicht 1931

Alles, selbst die Lüge, dient der Wahrheit; Schatten löschen die Sonne nicht aus.

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Das Spiel mit der Wahrheit ist auch immer ein Spiel mit dem Leben.

Janouch, Gespräche mit Kafka, 1951

Es ist schwer, die Wahrheit zu sagen, denn es gibt zwar nur eine, aber sie ist lebendig und hat daher ein lebendig wechselndes Gesicht.

Kafka, F., Briefe. An Milena Jesenká, 23. Juni 1920

Nicht jeder kann die Wahrheit sehn, aber sein.

Kafka, Oktavhefte. Drittes Heft, 1916