Wir sind nicht zu Richtern über unsere Mitmenschen bestellt, sondern zu Freunden.
Warum sich die einfachste Wahrheit stets hinter vielfältigem Schein verbirgt? Warum bedarf es einer großen Liebeskomödie, um ein schönes Kind zu gebären? Warum? Warum?! Dieses arrogante, pessimistische Warum ist keine ehrliche Frage, sondern ein Ausweichen vor den Wahrheiten, wo sie dingfest und dringlich werden, in den Zeiten der Wende, in denen das Alte erkrankt und pessimistisch wird.
Das dunkle Wort Wahrheit erweckt in mir immer die physikalische Vorstellung des Schwerpunktes. Die Wahrheit bewegt sich stets, wandelbar wie der Schwerpunkt; sie ist immer irgendwo, nur niemals auf der Oberfläche, niemals im Vordergrund.
Der Krieg, der grausige Spötter, hat die europäische Scheinkultur so gründlich ad absurdum geführt, dass es wahrlich eines dummen Mutes und Optimismus bedarf, um zu hoffen, dass nach dem Kriege alles beim Alten bleiben könnte.
Jedes Ding hat seinen Mantel und Kern, Schein und Wesen, Maske und Wahrheit.