Friederike Brun (1765–1835)

2 Sprüche Klassik

Ich denke dein Ich denke dein, wenn sich im Blütenregen Der Frühling malt Und wenn des Sommers mildgereifter Segen In Ähren strahlt. Ich denke dein, wenn sich das Weltmeer tönend Gen Himmel hebt Und vor der Wogen Wut das Ufer stöhnend Zurücke bebt. Ich denke dein, wenn sich der Abend rötend Im Hain verliert Und Philomelens Klage leise flötend Die Seele rührt. Beim trüben Lampenschein in bittren Leiden Gedacht ich dein; Die bange Seele flehte nah am Scheiden: Gedenke mein! Ich denke dein, bis wehende Zypressen Mein Grab umziehn; Und auch in Tempes Hain soll unvergessen Dein Name blühn.

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Freundschaft und Liebe. Hand in Hand und unzertrennbar wandeln Freundschaft und reine Liebe mit einander! Wo die Freundschaft entflieht, da senkt der keusche Eros die Fackel.

Brun, F., Gedichte. 1795