Halte das Glück wie den Vogel, so leise und lose, wie möglich! Dünkt er sich selber nur frei, bleibt er dir gern in der Hand.
Freundschaft und Liebe erzeugen das Glück des menschlichen Lebens, Wie zwei Lippen den Kuß, welcher die Seelen entzückt.
Nicht nach der Länge seines Arms: nach der Länge seines Auges muß der Mensch sein Glück messen.
Daß ihr euch selbst nicht erkennt, das scheint euch so sehr zu bekümmern; Menschen, ihr lebt nur dadurch, daß ihr nicht wißt, was ihr seid!
Glück, sie nennen dich blind und werden nicht müde zu schelten. Frage doch endlich zurück: Könnt ihr denn selber auch sehn?
Mach dir das Leben ja nicht sauer Und renne ruhig gegen die Mauer Mit deinem Kopf; hast du nur Glück, So weicht die Mauer vor dir zurück.
Das Glück ist blind, heißt es. Aber diejenigen, die ihm herlaufen, sind auch blind. So ist Fortuna denn die Blinde unter Blinden.
Als Gott wegen einer Masse Menschen, die aus sich selbst nichts machen können, in Verlegenheit war, da schuf er das Glück.
Das Glück ist die Ausnahme von Regel und Gesetz und widerlegt darum keine und keins.
Das echte Idyll entsteht, wenn ein Mensch innerhalb des ihm bestimmten Kreises als glücklich und abgeschlossen dargestellt wird. Solange er sich in diesem Kreise hält, hat das Schicksal keine Macht über ihn.
Des Menschen Glück ist nicht an seineKraft, sondern an seineLaunegeknüpft.
Halt nicht zu fest, was du gewannst, Und schlag's dir aus dem Sinn, Denn eh' du's recht beweinen kannst, Bist du schon selbst dahin!
Der Mensch will Brutto geliebt werden, nicht Netto.
Und wenn das reine Gemüt liebt, was es nicht lieben soll: kann es denn diese unfreiwillige Sünde nicht dadurch schön und herrlich büßen, daß es auf das Ersehnteste freien Verzicht leistet?
Auch das ist eine wichtige Seite an der Liebe, daß der Liebende durch die Liebende eine Versicherung des persönlichen Wertes erhält, daß er sich sagen darf: ich bin zu etwas da, ich bin kein leeres Nichts.
Wenn ein Paar Liebende einander versprechen, daß sie aneinanderdenkenwollen, so versprechen sie sich eigentlich, daß sieatmenwollen.
O, wie liebt der Mensch, wenn sich zwischen ihn und das Geliebte die Unmöglichkeit stellt.
Schmerzen, die von Geliebten ausgehen, sind verklärt.
Die erste wahnsinnige Liebe, so spurlos sie gewöhnlich vorübergeht, und von so lächerlichen Erscheinungen sie begleitet wird, ist doch vielleicht das Ernsthafteste am ganzen Leben; wenigstens wird (und hierin liegt eben die bitterste Ironie) durch nichts jede Kraft des Menschen so aufs äußerste angespannt, als durch sie.
Wenn du wahrhaft liebst, mußt du wieder geliebt werden. Denn die Natur berechnet immer eine Kraft auf die andere.
Tränen des Danks, nimm sie, Ewiger! [...] Nur die Kraft, nur die Liebe – dann laß kommen, was da will!