Heiter kehrest du, o Licht! Und ein helles Strählchen bricht Aus der dumpfen Nacht hervor, Hebt mein leidend Herz empor. Es erschien ein Engelskind, Rührte meine Seele – schwind! – Und die Trauer schwand dahin, Selig, selig nun ich bin! Selig, selig werd ich sein, Wenn die Liebe mich wiegt ein, Wenn die Lieb den Trauersinn Wandelt mir in Freudensinn! Glänze ferner durch die Nacht, Liebe, süße Zaubermacht! Hülle mich, o Zauber, ein! Selig, selig werd ich sein!
Der Mensch ist ein ernsthaftes Tier; dies beweisen wir bei unserer Arbeit und unserer Ruhe. Wer also immer lächelt und heiter sein kann, der muß ein Affenspiel mit dem Leben getrieben haben.
Zum Leben gehört Kraft und Mut, man mag auf dem Thron sitzen, in der Hütte wohnen oder an dem Eckstein sein Brot erbetteln.
Nur das feige, schlechte Herz wird schlechter durch Erfahrung, der Edle sieht die Laster und Verirrungen der Menschen bloß als Dissonanzen an, die die Harmonie seiner Brust in ein helleres Licht setzen und ihm sein eignes Glück fühlbarer machen.
Nur der Schwache, Feige, der Nichtdenker und der Charakterlose können sich mit den Wörtern Schicksal, Zukunft trösten und über die blinde Wirkung dieser unsichtbaren Gespenster seufzen.
Man muß den guten Kern im Menschen bis ins späteste Alter aufbewahren. Wenn Verstand und Herz sich nicht trennen, altert der innere Mensch nie.
Wen Glück und Unglück nicht auf die Probe gestellt haben, der stirbt wie ein Reichssoldat, der nie den Feind gesehen hat.