Man muß sich nicht um jeden Preis selbst erhalten wollen, sondern sein Leben in etwas setzen, was nicht sterben kann.
Hoffnung haben, ist Arbeit für die Zukunft.
Die weniger tief angelegten Menschen meinen meist, dass sie in der Religion nichts mehr zu lernen brauchten. Die einen von ihnen glauben alles Göttliche ganz genau zu kennen und beschuldigen jeden, der nicht ganz ihres Sinnes ist, des Unglaubens, die anderen aber glauben ebenso genau zu wissen, dass es nichts Göttliches gibt.
Gott braucht uns. Wir sind die Sandkörner in den Bausteinen, mit denen er die Menschheitsgeschichte baut.
Er [Gott] wartet auf Menschen, die über die Gegenwart hinausschauen können, die schon in der Gefangenschaft die Lust der Freiheit ahnen, die an die unerschöpfliche Kraft glauben, welche mehr Wege hat, als wir berechnen können.
Gottlos im strengen Sinne des Wortes ist niemand, der sich für eine große Angelegenheit opfern kann.
Gott hat nun einmal die Eigenart, daß er die fertigen, braven Ehrenmänner weniger liebt, als die suchenden Seelen, selbst wenn es arme Zöllnerseelen sein sollten.
Er (Gott) will das Werdende. Menschen aber zerbrechen daran, daß sie Gewordenes nochmals oder daß sie nicht Werdendes wollen. Alle menschliche Schöpferkraft besteht nur darin, im großen göttlichen Wollen und Werden die Stelle zu finden, wo sie in das Werden hineinpassen.