Das Glück des Mannes heißt: ich will. Das Glück des Weibes heißt: er will.
Das Glück des Menschen beruht darauf, dass es irgendwo für ihn eine undiskutierbare Wahrheit gibt.
Formel meines Glücks: Ein Ja, ein Nein, eine gerade Linie, ein Ziel..
An der Brücke stand jüngst ich in brauner Nacht. Fernher kam Gesang: goldener Tropfen quoll’s über die zitternde Fläche weg. Gondeln, Lichter, Musik – trunken schwamm’s in die Dämmrung hinaus… Meine Seele, ein Saitenspiel, sang sich, unsichtbar berührt, heimlich ein Gondellied dazu, zitternd vor bunter Seligkeit. – Hörte Jemand ihr zu?…
Wenn man kein Glück hat, soll man sich Glück anschaffen.
Glück aber, welches es auch sei, gibt Luft, Licht und freie Bewegung.
Glück liegt in der Geschwindigkeit des Fühlens und Denkens: alle übrige Welt ist langsam, allmählich und dumm.
Die erste Wirkung des Glückes ist das Gefühl der Macht: diese will sich äußern, sei es gegen uns selber oder gegen andere Menschen oder gegen Vorstellungen oder gegen eingebildete Wesen.
Das Wenigste gerade, das Leiseste, Leichteste, einer Eidechse Rascheln, ein Hauch, ein Husch, ein Augen-Blick — Wenig macht die Art des besten Glücks.
Alles „Glück“ nur als Kur oder Ausruhen erlaubt.
Verlass mich nie! Mein Glück, du bunter Traum!
Haben die wirklichen Dinge oder die eingebildeten Dinge mehr zum menschlichen Glück beigetragen?
Dies nämlich ist das Schwerste, aus Liebe die offene Hand schließen und als Schenkender die Scham bewahren.
Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte aller Anmaßungen.
Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse.
Es ist wahr: wir lieben das Leben, nicht, weil wir an's Leben, sondern weil wir an's Lieben gewöhnt sind.
Über euch hinaus sollt ihr einst lieben! So lernt erst lieben! Und darum mußtet ihr den bitteren Kelch eurer Liebe trinken. Bitternis ist im Kelch auch der besten Liebe ...
Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Auch ihr liebt die Erde und das Irdische: ich erriet euch wohl! – aber Scham ist in eurer Liebe und schlechtes Gewissen, – dem Monde gleicht ihr!
Lieben und Untergehn: das reimt sich seit Ewigkeiten. Wille zur Liebe: das ist, willig auch sein zum Tode.
Die Liebe ist die Gefahr des Einsamsten, die Liebe zu Allem, wenn es nur lebt! Zum Lachen ist wahrlich meine Narrheit und meine Bescheidenheit in der Liebe!