Ein wenig Liebe Ein wenig Sonnenschein und Tau Braucht jedes Blümlein auf der Au. Das kleine Herz ein wenig Liebe, Denn sonst verwelkt's im Weltgetriebe.
Es sät die Liebe, die echte, Im stillen des Guten Saat, Denn wissen soll nicht die Rechte, Was Edles die Linke tat.
Lebensverlängerung Ärger und Sorgen Dem Nächsten spare, Kannst ihm das Leben Verlängern auf Jahre.
Ein Schatz. Unendlich reich ist der Ärmste auch, Ein Schatz liegt ihm in Händen, O möchte er durch guten Gebrauch Den Schatz, die Zeit, verwenden!
Hoffnung Die Blutkoralle glüht Im dunklen Meeresschoße, Am kalten Fels noch blüht Die schöne Alpenrose, Manch Blümlein, rot und weiß, Im wilden Heidengrunde; So sproßt ein Hoffnungsreis Aus jeder Herzenswunde.
Der letzte Kampf Gar manchen Kampf das Leben bringt, Und unermüdlich heißt es streiten, Wenn nur der letzte Kampf gelingt, Dann bleibst du Sieger aller Zeiten.
Treibhauspflanzen Nur selten gedeihen im großen und ganzen Verzärtelte Kinder und Treibhauspflanzen.
Was Ehen trennt. Durch Frauenklatschsucht, Männerzorn- und -flüche Ging Eheglück schon oftmals in die Brüche.
Eine glückliche Ehe Das ist die lieblichste Musik, Die schönsten Harmonien, Wenn Mann und Weib in Leid und Glück Sich treu durchs Leben ziehen.
Leib und Seele Des herrlichsten Leibes Schimmer Verblaßt wie im Herbste das Laub, Doch Seelenadel fällt nimmer Dem Leid und dem Alter zum Raub.
Und wärest du… Und wärest wie Krösus du reich an Besitz Und ein Shakespeare an Geist und Witz, Ein Schlachtengenie wie Napoleon, Ein großer Erfinder wie Edison, Und wärest du einer der sieben Weisen, Ja, würde dich die Welt umkreisen: Fehlt dir Charakter – ohne Zweifel Bist und bleibst du der ärmste Teufel.