Friedrich Rittelmeyer (1872–1938)

14 Sprüche Realismus

Unser Leben soll für unsere Mitmenschen ein Grund der göttlichen Liebe sein.

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Gott hat seine Aufgabe nicht darin gesehen, uns das Leben leicht zu machen.

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Wer Weisungen gibt, tut wohl; wer Grundsätze weckt, tut wohler, wer Kräfte schenkt, tut am wohlsten.

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In der Religion kommt es nicht darauf an, daß man über vieles Klarheit, sondern daß man über eines Gewißheit hat.

Rittelmeyer, Menschen untereinander, Menschen füreinander, 1959 (EA: 1957)

Möchtest du beim Sterben vor der Entdeckung bewahrt bleiben, daß du nicht gelebt hast!

Merian (Hg.), An allem wachsen! 365 deutsche Gedanken und Gedichte, ausgewählt von Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1934

Mancher von uns wird sein persönliches Schicksal viel besser verstehen, wenn er es so ansieht: Das Schicksal kann mir keine Zeit lassen, ich muß vorwärts, ich soll dabei sein, wenn Neues hereinbricht.

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Wir wissen, daß das Schicksal unter allen Umständen uns richtig führt, und leben mit Frieden in dieser Sicherheit.

Merian (Hg.), Heller wird mir jeder Tag. 365 lebensnahe deutsche Gedanken, auch Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1939

Alle wahre Gemeinschaft ist Mitarbeiterschaft. Auch in der Ehe ist es nicht anders. Höchste Mitarbeiterschaft schafft höchste Gemeinschaft.

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Man lernt Gott zuerst kennen in allem, was ernichtist, und man spürt ihn sehr deutlich in allem, was ernichtwill.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Gott aufnehmen, heißt anfangen, wahrer Mensch zu werden.

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Es gibt Wahrheiten, die sind nicht da, sondern sie werden da – wenn Menschen da sind, die für sie werden.

Merian (Hg.), Kraft durch Innerlichkeit. 365 deutsche Gedanken und Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1946

Daß man das Gute und Wahre nimmt, woher es kommt, ist die erste Pflicht jedes aufrichtigen Menschen.

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In den Anziehungskräften, die in unserer Seele leben, wird offenbar, wohin sie gehört, ob zu niedrigen, ob zu höheren Weltreligionen.

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Sage mir, wonach du in deiner Zeitung suchst, und ich sage dir, wer du bist.

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