G. K. Chesterton (1874–1936)

22 Sprüche Realismus

Das Glück ist ebenso mysteriös wie die Religion.

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Dies ist es, was ich das Erahnen der verborgenen Exzentrizitäten des Lebens nannte: Das heißt zu wissen, dass das Herz eines Menschen links ist und nicht in der Mitte. Das heißt, nicht nur zu wissen, dass die Erde rund ist, sondern auch genau zu wissen, wo sie flach ist.

Chesterton, Orthodoxy, 1908. Die Paradoxa des Christentums (The Paradoxes of Christianity). Übers. Internet

Doch wenn man die Wahl zwischen alten Freunden und neuen hat, und seien diese auch noch so bezaubernd, so muß man sich auf die Seite der alten stellen.

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Es ist besser, wir verkünden auf sonderbare Art die Weisheit wie Heilige, anstatt nachdenkliche Dummheiten wie die Vertreter der Kirche.

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Wenn es Sinn hat, etwas zu machen, so ist auch sinnvoll, es schlecht zu machen.

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Und ich behaupte, dass ein Mensch, der nicht unter der einen oder anderen Form gewohnt ist, aufrührerischen Gedanken nachzugehen, vom rein menschlichen Standpunkt aus betrachtet eine defekte Geistesverfassung besitzt.

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Wer die Religionsquellen studieren will, der reise nicht nach den Sandwichinseln, sondern gehe in seine Kirche.

Chesterton, Heretiker. Eine Kritik der Zeit, übersetzt von Germaine Kolb-Stockley 1912

Religion ist nicht bloß eine Kirche, in die man gelegentlich zum Beten geht, sondern eine Welt, in der man beständig leben soll.

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Genau dort, wo die Biologie aufhört, beginnt jede Religion.

Chesterton, Orthodoxy, 1908. Die Autorität und der Abenteurer (Authority and the Adventurer). Übers. Internet

Der einzige echte Einwand gegen die christliche Religion lautet schlicht, dass sie eine beliebige Religion unter anderen ist.

Chesterton, Orthodoxy, 1908. Die Paradoxa des Christentums (The Paradoxes of Christianity). Übers. Internet

Der Fall ist nun klar: Es geht um Licht oder Dunkelheit, und jeder muss sich entscheiden, wo er steht.

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Ich glaube nicht an ein Schicksal, das über Menschen hereinbricht, gleichviel wie sie handeln. Aber ich glaube an ein Schicksal, das über Menschen hereinbricht, wenn sie nicht handeln.

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Der modische Irrtum ist, daß wir durch Erziehung jemand etwas geben können, das wir nicht haben.

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Ehe ist ein bewaffnetes Bündnis gegen die Außenwelt.

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Die Ehe ist ein Abenteuer, wie in den Krieg ziehen.

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Wo auf Erden gibt es vernünftige Ehen? Man könnte genauso gut von vernünftigen Selbstmorden sprechen.

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Die Rätsel Gottes sind befriedigender als die Lösungen der Menschen.

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Gott hat Humor. Sonst hätte er nicht den Menschen erschaffen.

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Man kann die Wahrheit auch so sagen, daß sie nicht geglaubt wird.

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....wie verdunkeln doch Tatsachen die Wahrheit.

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Wahrheiten verwandeln sich in Dogmen, sobald sie diskutiert werden.

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