Georg Ebers (1837–1898)

14 Sprüche Romantik

So schlecht es ist, jemand zu seinem Unglücke, so unweise ist es, einen Menschen zu seinem Glücke zwingen zu wollen.

Ebers, Eine ägyptische Königstochter, 3 Bde., 1864

Hat die Liebe einen reifen Mann erfaßt und durchdrungen, so schlingt sie sich, wie die Blutadern, durch sein ganzes Wesen und kann nur mit seinem Leben vernichtet werden.

Ebers, Eine ägyptische Königstochter, 3 Bde., 1864

Eros liebt schwere Arbeit.

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Das Leben bringt so viel Großes, das Groll erregt, daß man lernen muß, freundlich über das Kleine hinwegzugehen, wenn man nicht ein mürrischer Gesell werden will.

Ebers, Uarda. Roman aus dem alten Aegypten, 3 Bde., 1877

Es geschieht so oft, daß uns aus scheinbaren Vorzügen Schaden und aus scheinbaren Mängeln das Heil unseres Lebens erwächst.

Ebers, Uarda. Roman aus dem alten Aegypten, 3 Bde., 1877

Im Mißgeschick erkennt man Freundestreuen. Die Leuten sagen's, doch ich hab' erfahren: die sich neidlos mit uns freuen, nicht die uns trösten kommen, sind die wahren.

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Träumend hat noch niemand Sieg erkämpft. Der Labetau der Tugendblume nennt sich Schweiß!

Ebers, Eine ägyptische Königstochter, 3 Bde., 1864

Das Fehlschlagen einer schönen Hoffnung ist schwerer zu tragen als ein unerwartetes Leid.

Ebers, Eine ägyptische Königstochter, 3 Bde., 1864

Alle Lebensregeln, die andere uns mit auf den Weg geben, sind unnütz. Kein Mensch darf für einen zweiten Erfahrungen machen. Nur durch eigene Verluste wird man vorsichtig, nur durch eigenes Lernen klug.

Ebers, Eine ägyptische Königstochter, 3 Bde., 1864

Des übermächt'gen Schicksals Schläge tragen sich leicht; aber wehe dem, der durch eigene Schuld sein Leben verdirbt.

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Ehe das Leben die Übung ernster Pflichten von uns verlangt, verfügen wir über einen gewaltigen Überschuß an Kräften, und das Kind verwertet diese im Spiel, der Knabe, indem er sich mit dem Hammer und Meißel der Phantasie Wunderwelten erbaut und Torheiten begeht. Der übermütige Streich des Knaben ist der Vorläufer der Tat des Mannes.

Ebers, Uarda. Roman aus dem alten Aegypten, 3 Bde., 1877

Der Erzieher wird zum Verderber, wenn er seine Augen nur immer offen hält und sie nicht zur rechten Zeit zu schließen versteht. Ehe das Leben die Übung ernster Pflichten von uns verlangt, verfügen wir über einen gewaltigen Überschuß an Kräften, und das Kind verwertet diese im Spiel, der Knabe, indem er sich mit dem Hammer und Meißel der Phantasie Wunderwelten erbaut und Torheiten begeht. Der übermütige Streich des Knaben ist der Vorläufer der Tat des Mannes.

Ebers, Uarda. Roman aus dem alten Aegypten, 3 Bde., 1877

Die Probe der wahren Erziehung ist: Frohsinn und Offenheit der Kinder.

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Wahrheit mit Strenge – ein Beil, Wahrheit mit Liebe – das Heil!

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