Georg Trakl (1887–1914)

4 Sprüche Realismus

An Mauern hin Es geht ein alter Weg entlang An wilden Gärten und einsamen Mauern. Tausendjährige Eiben schauern Im steigenden fallenden Windgesang. Die Falter tanzen, als stürben sie bald, Mein Blick trinkt weinend die Schatten und Lichter. Ferne schweben Frauengesichter Geisterhaft ins Blau gemalt. Ein Lächeln zittert im Sonnenschein, Indes ich langsam weiterschreite; Unendliche Liebe gibt das Geleite Leise ergrünt das harte Gestein.

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Die Bläue meiner Augen ist erloschen in dieser Nacht, Das rote Gold meines Herzens. O! wie stille brannte das Licht. Dein blauer Mantel umfing den Sinkenden; Dein roter Mund besiegelt des Freundes Umnachtung.

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Gefühl in todesnahen Augenblicken: Alle Menschen sind der Liebe wert.

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Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden.

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