Durch die Liebe werden die bittersten Leiden süß, die wunderlichsten Begebenheiten gut, die kleinsten Werke groß und göttlich.
Zum Geburtstag Vor achtunddreißig Jahr kam ich ins Elend ein, Gott Lob für Atem, Herz und Gnad' und Vaterpflege! Doch werd' ich recht beschämt, wenn ich es recht erwäge, Schon achtunddreißig Jahr und noch nicht heilig sein. Herr, laß den kleinen Rest der Augenblicke dir Allein ganz unverrückt gewidmet werden; Ich müsse leben dir, sonst nimm mich von der Erden Und laß mich droben tun, was ich nicht kann allhier! Soll Regen, Wind und Sturm in dieser Wüstenei Den abgenützen Rock noch eine Weile schleißen, Wollst du den Geist zu dir ins himmlisch' Wesen reißen, Daß nur, was irdisch heißt, von mir auf Erden sei!
Ich folge Gott ich will ihm ganz genügen. Die Gnade soll im Herzen endlich siegen. Ich gebe mich; Gott soll allein und unbedingt mein Herr und Meister sein.
Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, laß mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen.
Was genannt mag werden droben und auf Erden, alles reicht nicht zu. Einer kann mir geben Freude, Ruh und Leben; Eins ist not, nur du!
Gott ist in der Mitte. Alles in uns schweige und sich innigst vor ihm beuge. Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlag die Augen nieder; kommt, ergebt euch wieder.
Gottes Nähe und Zuspruch können inwendig wohl auch ein Krankenbett zum Paradies machen.
Wer sich selbst sucht und liebt, Lebt bedrängt und wird betrübt. Wer Gott liebt und sich vergißt, Frei und leicht im Geiste ist.