Es gibt für die Individuen, wie für politische Körperschaften, nur einen Augenblick des Glücks und der Macht; man muß ihn ergreifen, denn das Glück läßt einem nicht zweimal die Wahl im Laufe eines Lebens; und wer den Augenblick nicht benutzt hat, erhält in der Folge nur die traurige Weisung des Unglücks.
Alles ist Gegenstand tödlicher Beunruhigung, wenn es einem um sein einziges Glück geht.
Besteht das Glück in der Entwicklung unserer Fähigkeiten oder in ihrer Unterdrückung?
Wenn niemand uns liebt, hören wir auf, uns selbst zu lieben.
Die Liebe ist ein Kind der Ewigkeit. Sie verwischt die Erinnerung an den Anfang und nimmt die Angst vor dem Ende.
Was das Geheimnis des Daseins so innig berührt, kann nicht in den üblichen sprachlichen Formen ausgedrückt werden.
Sehr oft gleich das Leben einem Schiffbruch, seine Trümmer sind die Freundschaft, der Ruhm, die Liebe. Die Ufer des menschlichen Daseins sind voll von ihnen.
Die Zeit gut auszufüllen, ist das Talent der Deutschen; sie vergessen zu machen, das Talent der Franzosen.
Mut, Ergebung, Geduld, Ihr Gefühle der Trauer! Ihr Gefährten des Unglücks! Die flüchtigste Hoffnung schafft mehr Erleichterung als Ihr!
Ach! Welch schrecklicher Gedanke, daß wir sterben müssen und welch ewiges Wunder, daß wir das immer wieder vergessen können!
In dem Schicksal fast aller Menschen, wenn man sich die Mühe gibt, recht aufmerksam zu sein, sieht man den offenbaren Beweis eines moralischen und religiösen Zweckes, von dem sie selbst kaum eine Ahnung haben, und dem sie unbewußt entgegengehen.
Neue Ideen, moderne Richtungen, finden bei alten Menschen keinen Beifall. Ihnen gefällt zu glauben, daß die Welt sich nicht verbessert, sondern verschlechtert hat, weil sie aufgehört haben, jung zu sein.