Giordano Bruno (1548–1600)

6 Sprüche Renaissance

Die Philosophie und die Rechtswissenschaft gerät nicht in Verfall durch den Mangel an Worterklärern, wohl aber durch den Mangel an solchen, welche Gedanken gründlich zu erfassen mögen.

Bruno, Von der Ursache, dem Prinzip und dem Einen (De la causa, principio e uno), 1584

Die göttliche Schöpferkraft darf nicht müßig sein, und das umso weniger, wenn man ihre Wirkung außerhalb ihres eigentlichen Wesens setzt, falls etwas überhaupt außerhalb desselben existieren kann, und sie wäre, wenn sie nur eine endliche Wirkung hervorbrächte, nicht minder müßig und neidisch, als wenn sie gar nichts schüfe.

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Wenn es nicht wahr ist, so ist es sehr gut erfunden.

Bruno, Gli eroici furori, 1585

Nimmer vergeht die Seele, vielmehr die frühere Wohnung tauscht sie mit neuem Sitz und lebt und wirkt in diesem.

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Die Seele ist nicht räumlich im Körper. Körper ist vielmehr in der Seele. Einheit und Wahrheit sind das gleiche.

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Jedes Fundament ist gut, wenn das Gebäude sich bewährt.

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