Gottfried Kinkel (1815–1882)

3 Sprüche Romantik

Dies Kind hat deine Augen nicht, Geliebte! Dein Aug' ist blau und froh und licht, Und meins ist braun und heiß, und flammt – Doch des Kindes Augen sind schwarz wie Sammt, Wie die Nacht, so tief und lind – Geliebte, Von wem hat die das Kind? Die Mutter sieht in den Schoß und lacht Und flüstert schelmisch: So war es ja, So war's, wie ich deine Auge sah, Geliebter, Im Dämmerschein der Nacht.

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Es wechseln Völker und Geschicke, Die Menschheit geht die gleiche Bahn.

Kinkel, G., Gedichte, 1852. Des Dichters Leben und Betrachtung in deutschen Weisen. Aus: Menschlichkeit

Sein Schicksal schafft sich selbst der Mann.

Kinkel, Otto der Schütz. Eine rheinische Geschichte in zwölf Abenteuern, 1846