Gustav Freytag (1816–1895)

18 Sprüche Romantik

Sein Glück darin zu finden, für das Glück anderer zu sorgen! Wer diesen Egoismus hat, für den ist es keine Kunst, glücklich zu sein.

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Wenn zwei einander liebhaben, sollen sie auch beten, daß sie miteinander sterben.

Freytag, Die Ahnen, 6 Bde., 1872-80. Das Nest der Zaunkönige. Die Mutter auf der Burg

Die Summe der Liebe und Freundschaft, welche wir hier auf Erden erwerben, ist das beste Gut.

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Viel muß man lernen und an sich ändern; denn die Arbeit, die das Leben an uns tut, ist unermeßlich.

Freytag, Die verlorene Handschrift. Roman in fünf Büchern, 1864

Was dem Leben eines Menschen erst Wert gibt, ist ein besonnenes Urteil und eine stetige Arbeitskraft.

Freytag, Soll und Haben, 1855

Es ist eine weise Fügung der Weltordnung, daß wir nicht wissen, wieweit wir selbst das Leben vergangener Menschen fortsetzen, und daß wir nur zuweilen erstaunt merken, wie wir in unseren Kindern weiterleben.

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Den Zauber guter Kameradschaft empfindet der Deutsche williger als jedes andere Volk.

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Rastlos ringt der denkende Geist nach dem Ewigen, wer aber Weib und Kind am Herzen hält, der fühlt sich der hohen Gewalt unseres Lebens innig verbunden in seligem Frieden.

Freytag, Die verlorene Handschrift. Roman in fünf Büchern, 1864

Man soll von keinem Menschen die Hoffnung aufgeben, daß er sich ändern kann, aber der Mangel an Kraft wird am allerschwersten gebessert.

Freytag, Soll und Haben, 1855

Tüchtiges Leben endet auf Erden nicht mit dem Tode, es dauert in Gemüt und Tun der Freunde, wie in den Gedanken und der Arbeit des Volkes.

Freytag, Karl Mathy. Geschichte seines Lebens, 1870

Die Götter teilen dem Mann sein Schicksal nach seinen Gedanken, und aus seinen Taten fallen die Lose, die schweren und die leichten; wie er gewesen, so wird sein Geschick.

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Frei hat Gott die Menschen geschaffen, damit diese sich selbst ihr Schicksal bereiten.

Freytag, Die Ahnen, 6 Bde., 1872-80. Ingo und Ingraban. Ingraban. Im Sorbendorf

Waren die Alten trübselig, warum sollen wir's sein.

Freytag, Die Ahnen, 6 Bde., 1872-80. Marcus König. Im Jahre 1519

Was dem Menschen unversöhnlich scheint, weiß einer, der die Herzen lenkt, in Liebe zu vergleichen über alles Hoffen.

Freytag, Die Ahnen, 6 Bde., 1872-80. Marcus König. Bei den Augustinern

In der Seele des Menschen befindet sich auch ein Miniaturbild von der Persönlichkeit seines Volkes.

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Der Krieg verkündet unaufhörlich durch den Donnerton seiner Geschütze, daß der Einzelne und sein Leben verschwindend wenig sei gegen das Leben seines Volkes, und daß jeder Einzelne sein Leben und seine Gabe hinzuzugeben habe für sein Volk.

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Aber das Allerschönste, was diesem Leben den höchsten Wert gibt, ist doch, wenn die Kraft des Menschen größer ist, als alles was auf sie eindringt. Ich lobe mir einen Mann, der sich Leidenschaften und ein ernstes Schicksal nicht über den Kopf wachsen läßt, der selbst, wenn er Unrecht getan hat, sich immer wieder herauszureißen weiß.

Freytag, Soll und Haben, 1855

Wackerer Sinn adelt geringes Kleid.

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