Gustav Legerlotz (1832–1904)

1 Sprüche Romantik

In Hoffnung streut des Pflügers Hand Den Samen in das Gottesland. In Hoffnung steigt trotz Sturm und Riff Der Kaufmann in sein schwankes Schiff. In Hoffnung zieht zu Kampf und Strauß Der König auf die Walstatt aus. In Hoffnung trägt des Jünglings Herz Der Sehnsucht namenlosen Schmerz. In Hoffnung senkt ins dunkle Grab Das Weib den Gatten und den Vater hinab. Und Hoffnung ließ auf dieser Erden Noch keinen nimmer zu Schanden werden. Drum, armes Herze, verzage du nimmer: Was auch geschieht, so hoffe du immer!

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