Gustave Flaubert (1821–1880)

30 Sprüche Romantik

Warum haben wir unser Glück nicht bis zur letzten Tiefe genossen, als es durch unsere Hände glitt?

Flaubert, November (Novembre), 1842; deutsch von E. W. Fischer, Leipzig 1916

Liebe erblüht im Staunen einer Seele die nichts erwartet und sie stirbt an der Enttäuschung des Ichs, das alles fordert.

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Schön ist solch ein Leben in ewiger Schönheit, wenn man den Mantel um sich schlägt wie ein König, die höchsten Leidenschaften nachempfindet und Liebe liebt.

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Die Liebe ist die Nahrung und ist wie die Atemluft des Genies.

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Die Liebe zu träumen, heißt alles zu träumen; es ist die Unendlichkeit des Glücks, das Mysterium der Lust.

Flaubert, November (Novembre), 1842; deutsch von E. W. Fischer, Leipzig 1916

Ich habe nicht gesagt, daß man das Herz unterdrücken müsse, aber man muß es leider Gottes bezähmen.

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Das Etwas, wonach fast alle Menschen suchen, ist vielleicht nur die Erinnerung an eine Liebe, die uns im Himmel oder in den ersten Lebenstagen zuteil ward.

Flaubert, November (Novembre), 1842; deutsch von E. W. Fischer, Leipzig 1916

Das Schenken und Austauschen von Haar ist eines der köstlichsten Liebesspiele.

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Als Kind habe ich von Liebe geträumt, als junger Mann vom Ruhm; als Mann vom Grab jener letzten Liebe derer, die keine mehr haben.

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Brauchte die Liebe nicht, wie die irdischen Pflanzen, vorbereitete Böden, eine besondere Temperatur?

Flaubert, Frau Bovary (Madame Bovary), 1857

Es bedarf einer beträchtlichen Verdorbenheit oder Weite des Herzens, um alles lieben zu können.

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Man kann leben, ohne ein einziges Mal gefragt zu haben, was Leben ist und was Tod.

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Es wäre besser gewesen, es wie alle Welt zu machen, das Leben weder zu ernst noch allzu lächerlich zu nehmen.

Flaubert, November (Novembre), 1842; deutsch von E. W. Fischer, Leipzig 1916

Ich bin geboren mit dem Wunsche, zu sterben. Nichts dünkte mich dümmer als das Leben, nichts schmachvoller, als darin zu verweilen.

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Das Leben ist nicht leicht! Eine komplizierte und kostspielige Sache! … Man braucht zu allem Geld…

Flaubert, G., Briefe. An George Sand, 1867

Das Dasein ist nur erträglich, wenn man seine elende Persönlichkeit vergißt.

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Das Leben muß eine unaufhörliche Erziehung sein, man muß alles lernen, vom Sprechen bis zum Sterben.

Flaubert, G., Briefe. An George Sand, 1869

Da ich das Dasein nicht nutzte, nutzte das Dasein mich ab.

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Erfolg sollte stets nur die Folge, nie das Ziel des Handelns sein.

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Erfolg ist das Ergebnis, er darf nicht das Ziel sein.

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Der Erfolg ist eine Folgeerscheinung, niemals darf er zum Ziel werden.

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