Hafis (Ḥāfeẓ)

11 Sprüche

Hast du, wen du liebst, gefunden, laß die Welt: du hast genug!

Daumer, Hafis. Eine Sammlung persischer Gedichte, nebst poetischen Zugaben aus verschiedenen Völkern und Ländern, 1846

Und doch ist Herz bei Herz Tausendmal köstlicher als Blume bei Blume!

Hafis, Diwan der Ghaselen. Übertragen von Hans Bethge, 1910

Lieben, ohne Maaß entflammt, Lieben ist mein einzig Amt; Ob sie meine Bitte hört, Ob sie meinen Trieb verdammt, Ob sie mich in Dorne legt Oder in der Gnade Sammt; Lieben ohne Maß und Ziel Lieben ist mein einzig Amt.

Daumer, Hafis. Eine Sammlung persischer Gedichte, nebst poetischen Zugaben aus verschiedenen Völkern und Ländern, 1846

Leicht ist die Liebe am Anfang, es folgen aber die Schwierigkeiten.

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Nur äußre Schönheit ohne Herz - Wie reizvoll auch und rosenmundig - Genügt dem feinern Sinne nicht Des Manns, der wahrer Liebe kundig.

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Betrittst du den Pfad der Liebe, den trüb unendlichen, findest du Trost nur im Tode, dem unabwendlichen.

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Greif nach der Süße des Seins, nicht nach langem Bestehen.

Hafis, Der Sänger von Schiras: Hafisische Lieder, übersetzt von Friedrich von Bodenstedt 1877

Der Lebensquell versiegt und wir gewahren Mit Schmerz, daß wir nicht bleiben, was wir waren.

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Was können Schild und Panzerhemd frommen Gegen Geschütze, die vom Schicksal kommen?

Hafis, Der Sänger von Schiras: Hafisische Lieder, übersetzt von Friedrich von Bodenstedt 1877

Gott im Herzen Niemand kann uns davon abhalten, Gott überall, wohin wir auch gehen, mitzunehmen. Niemand kann uns seinen Namen aus unserem Herzen stehlen, wenn wir versuchen, unsere Ängste und unsere Verzweiflung mit ihm auszugleichen, um letztlich das Glück anzunehmen. Wir brauchen ihn nicht nachts alleine in der Kirche oder in der Moschee zu lassen. Wir brauchen nicht eifersüchtig zu sein, auf die Geschichten von Heiligen und berauschten Seelen, die in ihrer feurigen Liebe, zum Freund entflammten. Wir brauchen nicht unseren Geist um die Fähigkeit neiden, Gott manchmal im Traum zu berühren, da unsere schwieligen Hände, unsere offenen Augen, unsere Worte, unser Mund und unsere Schweißperlen auf der Stirn, alle Gott nahe sein könnten… Niemand kann uns daran hindern, Gott überall mitzunehmen, wohin wir uns auch wenden. Niemand kann uns Gott nehmen, der im Rhythmus unserer Schritte, in unserem Atem und in unserem Herzen weilt…

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Ob du dich in einer weichen Sänfte tragen läßt, oder ob du dich tanzend fortbewegst - du kommst auf jeden Fall zu Gott.

Hafis, Der Sänger von Schiras: Hafisische Lieder, übersetzt von Friedrich von Bodenstedt 1877