Wärst du ein Mann gewesen – o Gott, wie innig habe ich dies gewünscht! – wärst du ein Mann gewesen – denn eine Frau konnte meine Vertraute nicht werden –, so hätte ich diesen Freund nicht so weit zu suchen gebraucht, als jetzt.
Ja, mein Freund, Tätigkeit verlangt ein Opfer, ein Opfer verlangt Liebe, und so muß sich die Tätigkeit auf wahre innige Menschenliebe gründen, sie müßte denn eigennützig sein, und nur für sich selbst schaffen wollen.
Arbeit, fühle ich, wird das einzige sein, was mich ruhiger machen kann.
Tugend und Liebe begründen zwar das Familienglück, aber nur Talente machen es wirklich anziehend.
Der Mensch soll mit der Mühe Pflugschar sich Des Schicksals harten Boden öffnen, soll Des Glückes Erntetag sich selbst bereiten Und Taten in die offnen Furchen streun.
Noch ist nichts bestimmt, und alles möglich – noch spielt die Hand, mutwillig zögernd, mit den Losen in der Urne des Schicksals, welche auch das große enthält – warum sollte sie es nicht fassen können? Sie säumt und säumt, indem schon die bloße Möglichkeit fast ebenso wollüstig ist, wie die Wirklichkeit – indessen spielt ihr das Schicksal einen Zettel unter die Finger – es ist nicht das große Los, es ist keine Niete, es ist ein Los, wie es Tausende schon getroffen hat, und Millionen noch treffen wird.
Wärst du ein wenig minder Frau von Ehre, und rissest mir dafür die Ohren nicht mit deinen ew'gen Zänkereien ab.
Eilf Ehstandsjahr' erschöpfen das Gespräch.
Siehe, das nenn ich doch würdig, fürwahr, sich im Alter beschäftgen!
Fernab am Horizont, auf Felsenrissen, Liegt der gewitterschwarze Krieg getürmt.
Steh, stehe fest, wie das Gewölbe steht, weil seiner Blöcke jeder stürzen will!