Zur Wahrheit gehören immer zwei – einer, der sie sagt, und einer, der sie versteht.
Wie eine Schneewehe entsteht, wenn sich der Wind legt, so entsteht eine Institution, wenn sich die Wahrheit hat einlullen lassen; doch die Wahrheit bläst über die Institution hinweg und bläst sie schließlich fort.
Zur Mitteilung der Wahrheit sind ihrer zwei erforderlich: ein Sprechender und ein Hörer. Das einzige Mittel die Wahrheit mitzuteilen, ist liebevoll sprechen. Nur auf die Worte eines liebenden Menschen hört man. Der Überlegungssinn darf nicht sprechen. Seine Laute sind unnatürlich.
Es braucht zwei für die Wahrheit – einen, der sie spricht und einen, der sie hört.
Nichts ist so sicher, dass es sich offenbare wie die Wahrheit, denn sie wartet auf nichts anderes, als dass sie erkannt werde.
Nichts ist so anziehend und so unaufhörlich interessant wie der Charakter. […] Keine noch so gute Nachricht ist mir so lieb, als wenn mir ein Zug eines edlen Charakters offenbart wird.